Leonberg bleibt

Die Tendenz ist klar: Leonberg soll eigenständig bleiben. Die einwohnermäßig zweitkleinste Gemeinde des Landkreises hätte nach Ansicht des Bayerischen Gemeindetages keine großen Vorteile bei einem Anschluss.

Dieses Fazit zog Bürgermeister Johann Burger nach einem Beratungstermin in der Münchner Geschäftsstelle des kommunalen Spitzenverbandes am 15. Januar. Anlass war der Antrag dreier Bürger, die eine Eingemeindung Leonbergs in eine größere Kommune vorantreiben wollen (wir berichteten).

Burger betonte in der Gemeinderatssitzung am Montag, dass nach den Gesprächen klar sei, eine Eingemeindung von Leonberg in die Städte Mitterteich und Waldsassen bringe keine nennenswerten Vorteile. Er verdeutlichte dies mit dem Hinweis, dass zum Beispiel beim Breitbandausbau die Förderung niedriger wäre. Auch bei den Zuschüssen gäbe es nicht mehr Geld, eher im Gegenteil.

Die Vertreter des Bayerischen Gemeindetags sähen in dem 1974 erfolgten Beitritt Leonbergs zur Verwaltungsgemeinschaft Mitterteich die klügste Entscheidung. Der Bürgermeister informierte, dass die Antragsteller für eine Eingemeindung bei dem Gespräch in München mit dabei waren, ebenso der Mitterteicher Bürgermeister Roland Grillmeier, Kämmerer Harald Eckstein und drei Leonberger Gemeinderäte.

"Wir fahren besser damit, wenn wir auch künftig alleine bleiben", resümierte Bürgermeister Burger. Diese Meinung vertrete auch der Bayerische Gemeindetag. "Die Vorteile unserer Eigenständigkeit überwiegen." Nähere Auskünfte zu dem Gespräch will er bei der nächsten Gemeinderatssitzung geben.
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