Lernen noch Handarbeit

Gudrun Gärtner (rechts), Lehrerin für Gehörgeschädigte, brachte den Kindern beim Projekttag einige Grundbegriffe der Gebärdensprache bei. Bild: jzk

Mit Händen reden, auch das war möglich beim Projekttag der Grundschule. Dabei erfuhren die Vorschulkinder des Kinderhauses Mobile, wofür Hände sonst noch benötigt werden.

Kulmain. (jzk) "Tasten, fühlen, greifen, basteln, schreiben, musizieren, arbeiten und noch viele andere Tätigkeiten können wir mit unseren beiden Händen erledigen", war das Thema des "Händetags". Dazu hatten die Erst- und Zweitklässler die Mobile-Vorschulkinder in die Grundschule eingeladen.

Nach einem Begrüßungslied teilten die Klassenleiterinnen Ursula Pleier und Regina Birkner die Mädchen und Buben in sechs Gruppen ein. Um die Orientierung im Schulhaus zu erleichtern, verteilten die Pädagoginnen verschiedenfarbige Hände-Anhänger und Laufkarten. Sechs Stationen in den verschiedenen Klassen- und Fachräumen verlangten den Kindern jeweils bestimmte Aktivitäten ab. Nach 25 Minuten gab es dann einen Stempel.

An der ersten Station demonstrierte Diplom-Sozialpädagogin Gudrun Gärtner vom Paritätischen Wohlfahrtverband Bayreuth, dass man mit den Händen sogar reden kann. Sie zeigte den Schulkindern, wie sie mit Hilfe des Fingeralphabets die einzelnen Buchstaben anzeigen können. Mit Bildkarten lernten die Kleinen, ganze Wörter in die Gebärdensprache umzusetzen.

Erzieherin Elvira Helgert half ihnen an der zweiten Station, die Umrisse ihrer Hände mit Bleistift auf verschiedenfarbigem Papier nachfahren. Dann mussten sie diese Zeichnung ausschneiden und auf schwarzes Papier aufkleben. An der dritten Station faltete Pflegerin Christine Schröder mit ihnen Chamäleons. Mit verbundenen Augen Buchstaben und Formen ertasten, war ein weiteres Thema. Dazu dienten Fühlsäckchen, Tastbretter, Tast-Memories, Fühlschachteln und ein Rätselsack. Außerdem malten die Kinder Mandalas aus und hantierten mit verschiedenen Formen. "Fühlt mal", forderte Zweitklasslehrerin Pleier ihre Schützlinge immer wieder auf.

Sieglinde Götz modellierte mit den Buben und Mädchen im Werkraum aus Ton kleine Mäuse. Mit Begeisterung waren alle Gruppen an der sechsten Station dabei. Hier fertigten die Handarbeitslehrerinnen Monika Mertl und Hildegard Schindler mit ihnen bunte Knüllbilder. Auch beim gesunden Pausenbrot spielte das Thema "Hände" eine wichtige Rolle. Auf drei handförmigen Platten hatten einige Schülermütter in der kleinen Aula ein gesundes Pausenbrot gezaubert.
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