Leserbrief "Bewerben sich Betriebe bei CSU?"

Zum Artikel aus der SRZ von 26. September "Wirtschaftskraft unerlässlich":

Der CSU-Ortsverband besichtigt den 2. Bauabschnitt des Gewerbegebiets Kauerhof. Der Ortsvorsitzende wird dazu zitiert: Vor der Wahl haben wir gesagt, dass wir Gewerbeflächen dringend benötigen. Vor der Wahl haben wir das versprochen. Jetzt halten wir Wort.

Die Erschließung des Gewerbegebiets steht aber in keinerlei Zusammenhang mit einem Wahlversprechen der örtlichen CSU! Die Legislaturperiode des neuen Stadtrats begann im Mai 2014. Das Bebauungsplanverfahren "Erweiterung GE-Kauerhof" lief ab März 2006; die Satzung wurde vom zuständigen Ausschuss im Juni 2006 erlassen; die Finanzierung der Maßnahme war in der Investitionsplanung berücksichtigt.

Somit beruhen Planung und Realisierung dieses Gewerbegebiets auf keiner Aktivität des CSU-Ortsverbands. Er muss daher auch kein gegebenes Wort halten.

Kritikpunkte an den damaligen CSU-Wahlvorschlägen waren: die Planung eines neuen Gewerbegebietes an der B 85; das Ignorieren der gesetzlichen Verpflichtung zum Flächensparen; keine Berücksichtigung der im Flächennutzungsplan ausgewiesenen GE-Flächen.

Bemerkenswert in dem Artikel ist auch die Aussage, dass der Ortsverband eine unverändert hohe Nachfrage nach Flächen für Gewerbeansiedlungen registriert. Richten ansiedlungswillige Betriebe ihre aktuellen Bewerbungen zuerst an den CSU-Ortsverband? Wenn das so ist, kann sich die Stadt Personal und Kosten für eine eigene Wirtschaftsförderung sparen.

Peter Zahn, Sulzbach-Rosenberg

___

Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bebauungsplan (4091)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.