Letzte Chance für Skizentrum

Mit Erleichterung nahm Geschäftsführer Manuel Lischka (stehend) nach seinen Erläuterungen die Zustimmung des Gemeinderates zu einem Entwicklungskonzert zur Kenntnis, das Grundlage für günstige EFRE-Fördergelder ist. Bild: gl

Als vorletzte Gemeinde der LAG Brückenland Bayern-Böhmen hat Weiding einem Entwicklungskonzeptes als Grundlage für das EFRE-Förderprogramm zugestimmt. Wenn sich der Deckel für den Fördertopf öffnet, könnte auch das Skizentrum Reichenstein zu neuem Leben erwachen.

In der Gemeinderatssitzung erläuterte LAG-Geschäftsführer Manuel Lischka das Förderprogramm EFRE (Europäisches Förderprogramm für Regionale Entwicklung) und zeigte die Hürden auf, die es dabei zu nehmen gilt.

Konzept bis 15. Dezember

Laut Lischka stehen begrenzte Mittel für die Entwicklung der Bayerischen Grenzregion zur Verfügung. Kommunale Entwicklungsorganisationen mit mindestens 20 000 Einwohnern können diese Gelder beantragen. Unter den Kommunen muss dabei auch eine Stadt sein, außerdem sollte das Entwicklungskonzept bis zum 15. Dezember vorliegen.

Als Organisationsstruktur biete sich die LAG Brückenland Bayern-Böhmen mit 20 300 Einwohnern in zwölf Kommunen, darunter auch die Stadt Schönsee, besonders an. Die Vorarbeiten in der Leerstandsoffensive könnten nach Ansicht von Lischka Grundlage sein für die Erstellung eines Entwicklungskonzeptes durch das Büro u.m.s. aus Leipzig. Bei den vorgesehenen Handlungsfeldern mit einer regionalen und grenzüberschreitenden Bedeutung sei eine Förderung von 70 bis 80 Prozent möglich. In der Region träfe dies besonders für eine Reaktivierung des Skizentrums Reichenstein zu. Ein Erholungszentrum sei hier als besondere und vielleicht letzte Chance denkbar. Aber auch Investitionen für Einrichtungen mit regionaler Bedeutung seien möglich.

75 Cent pro Einwohner

Zunächst gehe es aber in einem ersten Schritt um die Zustimmung aller LAG-Gemeinden zu dem Entwicklungskonzept, dessen Kosten mit 75 Cent pro Einwohner, somit 397 Euro für Weiding, berechnet werden. Der Gemeinderat sprach sich schließlich einstimmig für dieses Konzept aus. Jetzt steht nur noch die Entscheidung von Schwarzach aus.

1000 Euro Zuschuss

Beim weiteren Beratungspunkt ging es um einen Zuschussantrag der Rotkreuzgemeinschaft Schönsee für die Anschaffung eines Einsatzfahrzeugs. Ebenso wie Stadlern wird Weiding nach einem einstimmigen Beschluss 1000 Euro dazu beitragen. Bürgermeister Manfred Dirscherl informierte über einen Antrag von Elfriede Enk (Löwenthal) auf Einrichtung einer Straßenbeleuchtung. Dieser wurde wegen erforderlicher Kostenermittlung zurückgestellt.

Der Bürgermeister verwies noch auf die aktuelle Düngemittelverordnung zur Ausbringung von Gülle auf Grünland und Ackerflächen sowie auf die am 20. November in Niedermurach stattfindende Regionalkonferenz, zu der auch die Gemeinderäte eingeladen sind. Für einen Anschluss an einen Zweckverband zur Klärschlammentsorgung sah da Der Bürgermeister regte außerdem eine Diskussion über die durch Anzeigen finanzierten Werbebroschüren für den Bereich der Tourist-Informationen Schönseer- und Oberviechtacher Land an.
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