Letzter Appell an Autofahrer

Wildes Parken und all zu flotte Fahrer, beides wird immer wieder moniert. Bei Verkehrsschauen werden Maßnahmen für mehr Sicherheit angedacht. Einen weiteren "Zebrastreifen" in Höhe Platz am See wollte die Polizei aber nicht empfehlen.

Ein Fußgängerüberweg in der Regensburger Straße stand auf der Wunschliste der Stadt bei der Verkehrsschau. Gerade den Fußgängern von der Lehnerstraße zum Fischhofpark sollte diese Maßnahme dienen. Seitens der Polizei wurde abgeraten, zumal schon am alten Musl-Kino ein Überweg ist. Und zwei "Zebrastreifen" in unmittelbarer Nähe könnten nicht sein. Doch war auch Bürgermeister Franz Stahl gegen eine Auflassung des vorhandenen Überwegs. Zu sehr hätten sich die Leute schon an diese Passage gewöhnt: "Das ist wie ein Elefanten-Trampelpfad!"

Hans Zölch (Freie Wähler) wollte von dem zweiten Übergang nicht ablassen. "Der wäre wichtiger!" Als begrüßenswert betrachtete Vinzenz Rahn (CSU) den zweiten "Zebrastreifen", allerdings dürfte der vorhandene Übergang nicht aufgelöst werden. Peter Gold (CSU) setzte sich ebenfalls für den Erhalt ein. Gerade den Eltern mit Kinderwagen würde sich hier eine sichere Überquerung bieten. "Durch die Treppen können sie den Weg von der Lehnerstraße her nicht nutzen". Gold erinnerte, dass durch das Gefälle eine Rampe nicht möglich war. Beschäftigt hatte sich die Verkehrsschau auch mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung in der Regensburger Straße. Dies sei kaum möglich, so das Ergebnis. Es sollten aber Gedanken über eine Tonnagen-Beschränkung angestellt werden, empfahl der Bürgermeister.

Anlieger dagegen

"Optimal war die Einbahnstraßenregelung" während der Gartenschau, erinnerte Stahl in diesem Zusammenhang. Verkehr aus nur einer Richtung würde die Überquerung der Fahrbahn für die Fußgänger erleichtern und damit automatisch für mehr Sicherheit sorgen. Ein weiterer Vorteil sei, dass an beiden Straßenseiten geparkt werden könnte. Allerdings hatte sich die Hälfte der Anlieger gegen eine Fortführung dieser Regelung ausgesprochen. "Wir könnten uns den Übergang sparen", plädierte Rahn für die Einbahnstraße. Norbert Schuller (Freie Wähler) konnte sich dadurch auch eine gewisse Verkehrsberuhigung vorstellen. Schuller und Manfred Zandt (FW) regten einen weiteren Vorstoß für die Einbahnregelung an. Zunächst sollte ein "Paket geschnürt" werden, mit Stellungnahmen zur Verkehrssicherheit, entschied das Gremium.

Eine schärfere Gangart will die Stadt dagegen beim "Ankerberg" einschlagen. In diesem Bereich des Klenauer Weges würden die Autofahrer oft das eingeschränkte Halteverbot missachten. Dadurch komme es zu gefährlichen Situationen, gerade im Winter, wusste Bürgermeister Franz Stahl. Deshalb war angeregt worden, dort ein absolutes Halteverbot bis zur Einmündung der Kolpingstraße zu erlassen. Zunächst sollte durch Hinweise an die Kunden der Metzgerei, ein letzte Mal auf die Situation hingewiesen werden, so Stahl. "Der Appell wird nichts bringen", gab sich Dr. Alfred Scheidler (CSU) realistisch. Freilich sollte der Versuch unternommen werden. Konrad Schedl (Grüne) bestätigte die Verkehrsgefährdung durch die parkenden Autos. Dadurch komme es mitunter sogar zu Rückstaus in die Mähringer Straße. Nächster Schritt wird der Hinweis an die Autofahrer auf das vorhandene eingeschränkte Halteverbot sein.

Mehr Kontrollen

"Wir werden das auch kontrollieren". Sollte das nicht helfen, "dann muss eben der Hammer raus", drohte der Bürgermeister mit dem absoluten Halteverbot in diesem Bereich. Zudem sei den Kunden zuzumuten, den nur wenige Meter entfernten Parkplatz der Metzgerei zu nutzen.
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