"Licht sein"

Das Patrozinium der Dorfkirche erstrahlte im hellen Schein von Kerzen und Laternen. Der Frauenbund hatte das Thema des Gottesdienstes damit auf den Punkt gebracht.

Der Frauenbund beschenkte die Gottesdienst-Besucher zum Patrozinium ihrer Dorfkirche mit Hunderten von Lichtern. Selbst an den Stufen zum Gotteshaus wurden Laternen angezündet, freute sich Pfarrer Gerhard Schmidt. Liturgisch gesehen gehöre diese Messe schon zum folgenden Tag, erwähnte der Geistliche, der die Feier mit fünf Zeilen aus dem Buch Jesaia eröffnete. Stattliche musikalische Begleitung steuerte der Männergesangverein Kaimling unter Leitung von Adolf Rösel bei. Schon vor einigen Jahren habe Rosa Beimler mit den Sängern die Altbaierische Marienmesse einstudiert. Auf diesen reichen Fundus könne nun Rösel mit dem Chor zurückgreifen. Michaela Schuller übernahm den Dienst als Lektorin. Von Gott habe Nikolaus den Auftrag erhalten, Licht zu sein - genauso wie das Lichtermeer in der Kaimlinger Kirche es darstelle, zog der Geistliche Parallelen. Vor der Aussage "Ich bin das Licht der Welt" habe Gott keine Scheu gezeigt. Jesus Christus sei das Licht der Welt, das die Sonne überstrahle. "Wir alle sollen Licht sein mit unserer Lebensweise", sagte der Pfarrer. Der heilige Nikolaus sei so ein Mensch gewesen, ein Bischof nicht nur für höchste Not, sondern eine historische Gestalt zum Anlehnen, eben ein Mann für die Seinen.

Mit dem ersten Teil der Geschichte "Nikolaus und Jonas mit der Taube" von Willi Fährmann machte Schmidt die Gläubigen neugierig auf den Familiengottesdienst am Sonntag. Dann will er mit der restlichen Geschichte das Wunder auflösen. Abschließend lud der Pfarrer die Besucher zum Punsch ein.
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