Lichtblicke im sozialen Dunkel

Spendabel zeigten sich die Anton-Bruckner-Musikschule und die Katholische Jugend in Luhe. Das Musical "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" erbrachte 800 Euro, die Vorsitzende Petra Brenner, ihre Stellvertreterin Rita Müller und Schatzmeisterin Ulrike Schwab an "Lichtblicke"-Schirmherrin Elisabeth Wittmann übergab. Das Musical wird am 5. Januar um 19 Uhr und am 11. Januar um 16 Uhr noch einmal in Eslarn aufgeführt. Kolpingjugend und KLJB-Mädchengruppe besuchten in fünf Gruppen alle über 75-jährigen Einwohner u

Der 16-Jährige ist schwerbehindert. Sein Spezialfahrrad ist zu klein geworden, die Krankenkasse weigert sich, ein neues zu bezahlen. Das ist der aktuellste Fall, bei dem "Lichtblicke" gefordert ist.

Neustadt/WN. (ms) Der junge Schwerbehinderte braucht das Rad. Er fährt gerne damit, und es tut ihm auch gut. Die Mutter möchte ihm das gerne weiterhin ermöglichen, hat aber nicht das Geld dafür. Die Krankenkasse argumentiert, das Hilfsmittel sei nicht erforderlich, um die "allgemeinen Grundbedürfnisse" zu erfüllen. Gut, dass es "Lichtblicke" gibt.

20 Jahre greift nun die Hilfsaktion des Medienhauses "Der neue Tag" schon. Und sie ist notwendiger denn je. Immer mehr Menschen geraten - häufig unverschuldet - in Not.

Oft ist es ein Teufelskreis. Bei einer Mutter haben Ärzte Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Kinder- und Arbeitslosengeld decken den Lebensunterhalt nicht. Schulden laufen auf. Die Frau ist aufgrund ihrer Erkrankung psychisch schwer belastet. Die Kinder spüren die Ängste ihrer Mutter und reagieren bereits verhaltensauffällig. Die Familie braucht dringend eine ambulante sozialpädagogische Hilfe. "Lichtblicke" bezahlt Medikamentrechnungen und gibt einen Zuschuss für das Nötigste.

Doppelte Miete

Psychisch sehr belastet ist auch ein vierfacher Vater, der an einem bösartigen Tumor an der Hüfte leidet. Chemotherapien, Operation, immer neue Krankenhausaufenthalte machen ihm sehr zu schaffen. Er versucht aber alles, seine Sorgen und Ängste vor allem vor den beiden noch nicht schulpflichtigen Kindern zu verbergen. Der Ausfall des Hauptverdieners treibt die Familie unverschuldet in eine Krise. "Lichtblicke" kauft Kleidung und Schuhe für die Kinder.

Eine Frau, die aufgrund einer spastischen Lähmung auf den Rollstuhl angewiesen ist, erwartet ihr zweites Kind. Daher wird ein Umzug notwendig. Die nicht auf Rosen gebettete Familie hat ein halbes Jahr nach einer behindertengerechten Wohnung gesucht und ist jetzt fündig geworden. Der Vermieter der alten Unterkunft besteht auf der Einhaltung der Kündigungsfrist, so dass zwei Mal doppelte Mietzahlungen - Dezember 2014 und Januar 2015 - erforderlich werden. Da eine behindertengerechte Wohnung nur schwer zu finden ist, übernimmt "Lichtblicke" die beiden Mieten in Höhe von je 630 Euro.

Eine zweifache Mutter hat sich von ihrem aggressiven und gewalttätigen Partner getrennt, weil das Wohl des gemeinsamen Kindes gefährdet war. Aus der Beziehung ist ein Schuldenberg zurückgeblieben, den die Alleinerziehende abtragen muss. Die ARV-Schuldnerberatung ist eingeschaltet.

In der Wohnung, die die Frau schön hergerichtet hat, gibt es nur einen Holzofen, so dass die Familie frieren muss. Außerdem hat die Waschmaschine den Geist aufgegeben. "Lichtblicke" greift mit 800 Euro unter die Arme. Ähnliche Erfahrungen hat eine andere Mutter im Landkreis gemacht. Auch sie leidet unter der Gewalt ihres Partners und ist auf "Lichtblicke" angewiesen.

Hilfe für Schwerbehinderte

Eine Rentnerin ist nach zwei Schlaganfällen halbseitig gelähmt. Sie hat einen Herzschrittmacher, kann die linke Hand nicht mehr benutzen, ist beim Gehen eingeschränkt und hat einen Schwerbehindertenausweis mit 100 Prozent und dem Merkzeichen "G". Die Krankenkasse gewährte ihr zunächst die Pflegestufe 1, erkannte sie ihr aber nach einem Jahr wieder ab. Einen Antrag auf Leistungen zur häuslichen Pflege wies die Kasse zurück, obwohl die Frau nicht einmal ihre Tabletten aus der Packung drücken kann. Sie kann sich nicht selbst eincremen, obwohl dies wegen ihrer Hauterkrankung dringend notwendig wäre.

Bis über ihre Klage vor dem Sozialgericht Regensburg entschieden ist, muss die Frau alle Kosten von ihrer 1000-Euro-Rente selbst tragen. "Lichtblicke" springt in dieser Zeit bei einer Pflegekraft ein, damit die Schwerbehinderte zweimal wöchentlich duschen kann.

Eine achtköpfige Familie stößt finanziell aus mehreren Gründen, unter anderem Arbeitslosigkeit, an ihre Grenzen. Der Vater leidet unter einer Depression. Die Familie wohnt in einem angemieteten Haus. Die Fußböden befinden sich in einem desolaten Zustand. "Lichtblicke" steht den Leuten mit einem Zuschuss von 700 Euro für die Böden zur Seite und kleidet die Kinder ein.
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