Lintacher gedenken der Opfer von Krieg und Terror
Frieden weit entfernt

"Obwohl der Volkstrauertag kein kirchlicher Feiertag ist, so ist er doch ein sehr wichtiger Tag des Gedenkens an die vielen Toten der beiden Weltkriege." Mit diesem Hinweis eröffnete Pfarrer Robert Kratzer den Gottesdienst in der Pfarrei Lintach. Daran nahmen auch Fahnenabordnungen der Reservistenkameradschaft Lintach, der Feuerwehren Bühl und Lintach sowie der KAB Lintach teil.

In diesem Jahr steht der nationale Gedenktag im Zeichen des Endes des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren. Auch heute gebe es auf der Welt Kriege und Terror. "Gerade die Anschläge der letzten Tage in Paris haben uns einmal mehr gezeigt, wie weit die Welt vom Frieden entfernt ist. Solange es zwischen den unterschiedlichen Kulturen, Glaubensrichtungen und Staatsangehörigkeiten keine Solidarität und keine Gemeinschaft gibt, so lange wird es auch keinen Frieden geben", sagte Kratzer.

Bei der Gedenkfeier für die Gefallenen, die wegen der Baumaßnahmen am Ehrenmal an das Kreuz vor der Kirche verlegt worden war, bezeichnete 2. Bürgermeister Franz Weiß Kriegsgräber als Wegweiser des Friedens. Mit den Worten Albert Schweitzers unterstrich er, "dass das Erinnern ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Frieden ist". Angesichts von Krieg und Gewalt betonte Weiß: "Wir sind uns bewusst, dass wir Frieden, Freiheit und Menschenrechte nur behalten können, wenn wir gemeinsam für diese Werte eintreten. Erinnern heißt, sich tatkräftig für eine friedvolle und menschliche Gesellschaft einzusetzen."

Im Namen der Gemeinde und der Reservistenkameradschaft Lintach legte er zusammen mit RK-Vorsitzendem Wolfgang Richthammer zum Gedenken an die Gefallen einen Kranz nieder. Mit dem "Guten Kameraden", den Peter Göbl auf der Trompete spielte, endete die Gedenkfeier.
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