Live-Musik statt aus der Konserve

Die "Stadlshow" als Nachfolger vom "Musikantenstadl" hat nicht nur ein neues Logo bekommen, das die Moderatoren Francine Jordi und Alexander Mazza beim Pressetermin in Wien unter dem Blitzlichtgewitter der Fotografen enthüllten. Vor der Premiere am 12. September gab es auch Einblicke in das neue Konzept der Show. Bild: Beyerlein

Der "Musikantenstadl" ist Fernsehgeschichte, die Zukunft gehört der "Stadlshow". In die Fußstapfen von Karl Moik treten die Moderatoren Francine Jordi und Alexander Mazza aber nur bedingt: Es gibt ein neues Konzept.

Mehr als drei Jahrzehnte gehörte der "Musikantenstadl" - in den Anfangsjahren nur in Österreich, später auch in der Bundesrepublik und der Schweiz - zu den beliebtesten Musiksendungen am Samstagabend. Karl Moik war der Vater des "Stadls", den er selbst bis zum Jahr 2005 moderierte. Ab 2006 war Andy Borg sein Nachfolger, der am 27. Juni seinen letzten "Stadl" präsentierte. Mit der Schweizer Sängerin Francine Jordi und dem Moderator Alexander Mazza haben die Fernsehmacher von ORF, ARD und SRF ein Moderationsduo gefunden, das die neue "Stadlshow" vor allem auch jungen Fernsehzuschauern näher bringen soll.

Aktuelle Trends

Deshalb ist das Konzept der neuen Musikshow von aktuellen musikalischen Trends geprägt, auch präsentiert es die jeweilige Gastgeberregion mit den dortigen Besonderheiten, den Menschen und deren Musik. Der "Musikantenstadl" war neben dem Europäischen Songcontest bislang der am längsten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen fest verankerte Programmbeitrag.

Auf dieser Grundlage soll das Programm zeitgemäß angepasst werden. Ohne die Veränderung des Formates wäre der "Stadl" für immer vom Bildschirm verschwunden. Ein Millionenpublikum hätte somit "seine Sendung" verloren, für die Musikszene hätte dies den Verlust einer internationalen Plattform bedeutet. Die neue "Stadlshow" wird es möglich machen, das bisherige Format in modernisierter Form weiterzuführen. Dabei wird der Schwerpunkt auf die neue volkstümliche Musik gelegt.

Um den musikalischen Geschmack des Publikums auf breiter Basis abzudecken, werden bereits bei der Premiere der "Stadlshow" am Samstag, 12. September, um 20.15 Uhr, live in Offenburg/Baden Künstler wie Jürgen Drews, Peter Kraus, die Ehrlich Brothers, die Dorfrocker, die Troglauer Buam, Wolfgang Fierek und Marc Pircher ein Live-Programm präsentieren. Die neue "Stadlshow" legt Wert auf Live-Musik statt auf musikalische Begleitung aus der Konserve und bloße Lippenbewegungen der Interpreten.

Zum Erfolg verhelfen

Alexander Mazza und Francine Jordi stellten beim Pressetermin im Restaurant "Klee am Hanslteich" im Wiener Bezirk Hernals ihre restlose Übereinstimmung bei der Umsetzung der Ziele heraus: dem neuen Format der Sendung wieder zum durchschlagenden Erfolg zu verhelfen.

Und noch eine große Änderung wird es bei der neuen "Stadlshow" geben. Es wird künftig auch Sendungen aus kleineren Hallen geben, weil die "Einrichtung" des "Stadls" abgespeckt wird. Damit kann die "Stadlshow" in weit mehr Städten und deren Hallen ihre Zelte aufschlagen als bisher.
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