Lobredner für Franz Fink
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Tirschenreuth. Als Klaus Wowereit vergangene Woche als Regierender Bürgermeister von Berlin zurücktrat, saß auch ein Tirschenreuther auf der Tribüne des Abgeordnetenhauses: Altbürgermeister Franz Fink . Ihn verbindet eine langjährige Freundschaft mit Wowereit.

Und das kam so: In den 70er Jahren verbrachte der Tempelhofer SPD-Geschäftsführer Rocky Rollin seinen Urlaub immer in Treppenstein bei Mähring. Er vermittelte den Kontakt zwischen den Parteifreunden aus Berlin und dem SPD-Ortsverein Tirschenreuth. Daraus entwickelte sich ein regelmäßiger Besuch der Tirschenreuther in der damals geteilten Stadt und umgekehrt.

Im März 1978 kam wieder ein Bus mit Berlinern nach Tirschenreuth. Und an einem Freitagabend vor der Kommunalwahl hielt der damals 25-jährige Klaus Wowereit im Gasthof Adler die Bewerbungsrede für den SPD-Bürgermeisterkandidaten Franz Fink. Am nächsten Morgen verteilten die Berliner Freunde die Wahlaussagen in der ganzen Stadt. Es lag wohl nicht an dem Lobredner, dass Fink nicht Bürgermeister wurde, sondern an der starken Konkurrenz von Erich Oberndorfer und Ludwig Wolfrum. Zudem war der SPD-Kandidat als Weidener und noch dazu als Finanzbeamter noch nicht vermittelbar. Was sich dann ja später ändern sollte.

Bei vielen Busreisen, die Fink nach Berlin organisierte, war der Besuch im Roten Rathaus und der Empfang durch den Regierenden Bürgermeister immer eine angenehme Überraschung für die Reisegruppen.

Zu seinem letzten Neujahrsempfang als Erster Bürgermeister der Kreisstadt hatte Franz Fink auch Klaus Wowereit eingeladen. Der "Regierende" war ein viel beachteter und geschätzter Festredner. Und im November 2010 hielt der damalige stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Klaus Wowereit im voll besetzten Kettelerhaus eine begeisternde Rede.

Nach der Sitzung im Abgeordnetenhaus bedankte sich Franz Fink bei Klaus Wowereit für die lange politische Freundschaft und lud ihn zu einem Urlaub in das Stiftland ein.
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