Lohn für vier Jahre Arbeit

Stellvertretender Landrat Albert Nickl (links), Elternbeiratsvorsitzender Thomas Walter (hinten von rechts), Bürgermeister Jürgen Kürzinger (Kirchenthumbach), Schulleiter Thomas Reitmeier und Bürgermeister Peter Lehr stellten sich zur Erinnerung an die Entlassfeier an der Wirtschaftsschule mit den Abschlussbesten auf. Bild: rn

Die Abwandlung "WSESB Ole" schalte es bei der Entlassfeier der Wirtschaftsschule. Ein "Ole" verdienten sich die Perkussiongruppe, die Schülerbands, die Leistungen der Schüler sowie der Schulleiter als stimmgewaltiger Gstanzlsänger.

Eschenbach. (rn) Entsteht an der Wirtschaftsschule ein musischer Zweig? Die Frage drängte sich den knapp 300 Teilnehmern bei der Zeugnisübergabe auf. Begeistert brachte es stellvertretender Landrat Albert Nickl auf den Nenner: "Die Bands zeigen die Stärken der Wirtschaftsschule." Zu Nickl hatte Oberstudiendirektor Thomas Reitmeier recherchiert und verkündete: "Nach ihrem eigenen Abschluss als Wirtschaftsschüler im Jahr 1979 besuchen Sie heute nach langen 36 Jahren erstmals wieder eine Entlassfeier unserer Schule. Ich kann nur sagen: Zeit is worn!"

Den 72 Schülern mit fast 100-prozentiger Erfolgsquote bescheinigte er mehrjährige Standfestigkeit. Da sich die Welt rasant verändere, wünschte er Veränderungsbereitschaft sowie "Stand- und Sprungbein". Von den Jugendlichen erbat er: "Seid flexibel, lasst euch auf Neues ein, nutzt Chancen in euerem künftigen Leben."

Rückschläge als Chancen

Die Abschlussschüler ermunterte er dazu: "Zeigt Veränderungsbereitschaft ... macht Schritte der Veränderung, denn nur so lebt ihr, nur so spürt ihr, ob die Träume, die ihr in euch habt, dann aufgehen können." Nickl sah in der Aushändigung der Zeugnisse den Lohn für vier Jahre intensive Arbeit. Die Wirtschaftsschule Eschenbach, "die der Landkreis fördert und ausstattet", stufte er auch nach der Fusion mit Weiden als Top-Schule ein und wünschte sich, dass sie mit ihrem praxisorientierten Lernen auch in Zukunft eine Vorzeigeschule bleibt. Den Schülern gab er als Rat mit auf den Weg: "Rückschläge sind Chancen zu neuen Stärken."

Die Rekordleistungen eines jungen amerikanischen Bergsteigers verglich Bürgermeister Peter Lehr mit dem Erklimmen des Bildungsgipfels an der Wirtschaftsschule, den grandiosen Ausblick des Gipfelstürmers mit der Übergabe des Abschlusszeugnisses. "Wer bergerprobt die Eschenbacher Höhen erklommen hat, ist für weitere beschwerliche Wege gut gewappnet", machte er Mut. Als Motto gab er mit: "Nur wer seiner Zukunft entgegengeht, kann mitbestimmen, was auf ihn zukommt."

Erfolg und Glück

Als Tag des Nachdenkens, der Freude und des Danksagens wertete Elternbeiratsvorsitzender Thomas Walter die Entlassfeier. Mit "Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir" machte er sich ein Zitat des römischen Philosophen Seneca zu eigen und wünschte den Schülern weitere Erfolge und Glücksgefühle.

Für die Abschlussschüler interpretierte Lisa Engelbrecht "The storm is over". Sie verglich die Schule mit einem lange wütenden Sturm, rief jedoch dazu auf, an Zeiten der Ruhe und des Sonnenscheins zu denken. Sie gestand ein, dass noch nicht Schluss mit Lernen ist und dankte Schulleitung und Lehrkräften, "die uns auf dem stürmischen Weg zum Sonnenschein begleitet haben".
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