Loreto legt bald die Patina ab

Seit 276 Jahren steht die vom Bühler Müllermeister Johann Erhard Schmid erbaute Loretokapelle im Dorfmittelpunkt des Freudenberger Gemeindeteils Bühl. Im einfachen Baustil ist sie der Kirche Santa Casa in mittelitalienischen Ort Loreto nachempfunden. Zuletzt 1975 generalsaniert, bedarf sie dringend einer erneuten Renovierung, vor allem an Außenfassade und Dach. Bild: sche

Sie ist seit 276 Jahren ein Schmuckstück inmitten von Bühl. Doch nach so langer Zeit und auch seit ihrer letzten Sanierung hat die Loretokapelle Patina angesetzt. Die soll bald verschwinden - im Zuge der Dorferneuerung ist eine Renovierung für dieses Kleinod geplant.

(sche) Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, nachdem er sich selbst ein Bild vor Ort verschafft hatte. Bei dem Termin war auch ein Vertreter des Landesamts für Denkmalpflege dabei, nachdem Freudenberg die Maßnahme auch denkmalschutzrechtlich genehmigen lassen muss.

Kirchenmaler legt vor

Mit Bürgermeister Alwin Märkl wurde vereinbart, im Vorfeld einen örtlichen Kirchenmaler einzuschalten, der ein Gutachten erstellen und die sinnvolle Renovierung der Kapelle aufzeigen soll. "Durch die Maßnahme wird die Bausubstanz im Einklang mit dem Landesamt für Denkmalpflege nachhaltig verbessert, was auch positiv zum Ortsbild beiträgt", war die einhellige Meinung des Gremiums.

Wie in der Sitzung ferner bekanntgegeben wurde, hat das katholische Pfarramt Lintach bei der Gemeinde eine Bezuschussung der Sanierung der Friedhofsmauer beantragt. Ein unmittelbarer Anlieger beteiligt sich mit 1000 Euro an den Kosten für einen Holzzaun. Die restlichen Ausgaben von rund 2400 Euro wären je zur Hälfte von Freudenberg und der Pfarrei Lintach zu tragen. Das Gremium stimmte diesem Vorschlag der Verwaltung zu.

Breitband bis November

Ebenso ein Placet gab es für Pläne der Stadt Schnaittenbach. Sie will in einem Flächennutzungsplan neue Siedlungsgebiete, eine Friedhofserweiterung und die Verlagerung des Festplatzes ausweisen. Da diese Änderungen die städtebauliche Entwicklung von Freudenberg nicht berühren, stimmte der Gemeinderat zu. Wie der Bürgermeister ferner mitteilte, ließ die ausführende Firma wissen, dass sie den eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau in der Gemeinde "termingerecht bis zum 30. November" ausführen kann.

Zum Antrag des SV Freudenberg auf Bezuschussung der Generalsanierung seiner Tennisplätze mit Kosten von 8512 Euro gab es die Entscheidung, hier zehn Prozent im Zuge der freiwilligen Leistungen zum Jahresende zu genehmigen.
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