"Luz amoi" - der Eixlberg ruft

"Luz amoi" füllt große Säle, doch die Weihnachtskonzerte sind den Kirchen vorbehalten. Die fünf Freisinger Musiker sorgten in der Eixlberg-Kirche für Begeisterungsstürme. Bild: Baehnisch

200 Lichter und der Klang der Jagdhornbläser wiesen den Weg auf den Eixlberg. Zum Zauberwald, in warmes Licht getaucht. Verzaubernd dann das Konzert von "Luz amoi". Es war die Jubiläumsüberraschung des Wald- und Verschönerungsvereins.

Pfreimd. (cv) Vor 40 Jahren hatte er die Emmausklause übernommen. Zum Jubiläum knüpfte zweiter Vorsitzender Robert Kostner die Kontakte zu den Freisinger Musikern. Als der Auftritt im Mai bekannt wurde, "konnten wir die Flyer wieder einstampfen", so Vorsitzender Josef Hösl in seiner Begrüßung. Im Nu waren 420 Karten verkauft. Und wenn der OWV ruft, helfen alle: Vom Bauhof über Iffelsdorfer Feuerwehr bis hin zum örtlichen Busunternehmen. Kostenlos ging es mit dem Shuttle-Bus zum 40-Jährigen auf den Berg. "25 Helfer sorgen alleine heute dafür, dass es euch gefällt", schickte Robert Kostner voraus. Es gab Knacker mit "Pfreimder Dotscherla", Lebkuchen und Glühwein. Der Andrang war so groß, das nachgeordert werden musste. Und in der Barbara-Kirche hieß es dann für die Besucher, in Decken und Schals gewickelt "Luz amoi - es is Advent". Hösl und Kostner waren stolz darauf, die fünf Musiker "nach dem Dom zu Freising in der Barbara-Kirche am Eixlberg begrüßen zu können", dessen Altarraum für die 20 Musikinstrumente fast zu klein war.

Preisgekrönte Musiker

"Luz amoi" räumt einen Förder- und Kulturpreis nach dem anderen ab. Seit zehn Jahren treten die Musiker zusammen auf: Johannes Czernik (Gesang, Gitarre, Saxophon, Klarinette)), Stefanie Pellmaier (Geige, Gesang), Manuela Schwarz (Hackbrett, Harfe, Gesang), Nick Hogl (Kontrabass, Gesang) und Stefan Pellmaier (Akkordeon, Marimba, Percussion, Vibraphon, Gesang). Er ist der Kopf der Band und war es auch, der mit weicher Stimme und persönlichen Gedanken aus den Musikstücken eine Weihnachtsgeschichte formte.

Nie war die Herbergssuche aktueller: Stefan Pellmaiers Gedanken gingen zu den Flüchtlingen: "Ist die Welt aus den Fugen geraten oder rückt die Welt einfach näher zusammen? Macht es nicht auch glücklich zu helfen? Diejenigen, die das Geschenk erhielten, hier geboren zu sein? Gedanken, die die Zuhörer begleiteten, als "Maria durch den Dornwald ging, als "Kommet ihr Hirten" oder "Des bin ich froh" angestimmt wurde, um die Botschaft von der Geburt Jesu zu verkünden. Die traditionellen Volks- und Kirchenlieder waren erkennbar, aber in ein völlig neues musikalisches Kleid gesteckt - mit immer neuen Rythmen, neuen Klangfarben, Tango- , Chanson- und Musette-Anleihen, Country-Style und irischer Tanzmusik. Zwischen Popmusik und Jazz, Volksmusik und Klassik scheint "Luz amoi" sämtliche Grenzen unterschiedlicher Genres aufzuheben.

Symbol für Heimat

Und dazwischen stets die bildliche Wortmalerei des Geschichtenerzählers, die wohligen Erinnerungen an den Großvater, die Geborgenheit der Kindheit. Der Opa schenkte seinem Enkel eine Krippenfigur, "denn mehr brauchst du nicht, das ist Weihnachten". Das Gefühl von Weihnachten breitete sich auch in der Eixlbergkirche aus, begleitet von Stefan Pellmaiers Appell, im Advent sein hektisches Leben zu überdenken. Jeder sollte "von den Sternen lernen. Nur wer strahlt, kann Licht verbreiten".

Der OWV hatte für eine Sternstunde auf dem Eixlberg gesorgt. Bürgermeister Richard Tischler sah in ihm ein Symbol für Heimat, die der Oberpfälzer Waldverein erlebbar macht".
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