Mächtige Bläserklänge

Die Besucher erlebten in Schwandorf ein großartiges Konzert. Bild: tie

Sie haben die Musik im Blut. Auch beim gemeinsamen Konzert in der Kreisstadt lieferten die Big-Band der Gymnasien eine grandiose Vorstellung ab. Mit einem fulminanten Finale.

Schwandorf. Sehr gut gefüllt mit interessiertem Publikum war die Aula des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums, als zum dritten Mal das "Big- Band-Meeting" der Bläsergruppen der Gymnasien aus Oberviechtach und Schwandorf stattfand.

Ohne Fehl und Tadel

Die Big- Band des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach eröffnete die musikalischen Darbietungen. Rhythmisch wiegend erklang zuerst der "Sweet Carolina Charleston" im Zusammenklang von Saxofonen, Trompeten und Posaunen auf der Taktbasis von Klavier, E-Bass und Schlagzeug. Es folgte "Chattanooga Choo Choo", wobei die Saxofone einen besonders bedeutsamen Part übernahmen, während das Klavier die taktsichernde Unterstützung lieferte. Auch die folgenden Stücke wurden von den jungen Musikern in dem speziellen Jazz-Sound absolviert, der bei Zuhörern gute Stimmung verbreitete. Ohne Fehl und Tadel erklangen "Spinning Wheel", sowie "Sir Duke", das Melodien von Duke Ellington nachempfunden ist.

Zum kleinen Höhepunkt entwickelte sich "Take Five", dessen 5/4. Takt eine besondere Wirkung auf den Hörer ausübt. Nach der intensiven Gestaltung von "Sweet Home Chicago" folgte ein weiterer kleiner Höhepunkt, nämlich "Hawaii Five-O". Die Titelmusik zur Fernsehserie erklang im Tuttispiel wie in den Soloeinlagen schmissig und riss mit. Mit "Gonna Fly Now" ging dieser Programmteil zu Ende. Die Schüler der Oberstufe des Ortenburg-Gymnasiums musizierten engagiert unter der aufmerksamen Leitung von Studienrätin Daniela Schmidhuber. Nach der Pause betrat die Big-Band des Schwandorfer Gymnasiums die Bühne und spielte als erstes "El Tigre" in bestechender Übereinstimmung von Melodieführung und teilweise sogar synkopierter Begleitung. Oberstudienrätin Stefanie Jehl dirigierte exakt diese und alle weiteren Programm-Nummern. Während die Oberviechtacher verschiedene Bandmitglieder für die Anmoderation der jeweiligen Musiknummer bestellt hatten, gab es bei den Schwandorfern zwei "hauptamtliche" Moderatorinnen, nämlich Daniela Gantschir und Amelie Sailer, die einfallsreich die jeweiligen Titel vorstellten.

Die schöne Stimme

Auch im zweiten Teil des "Meetings" gab es Höhepunkte, so "Everlasting Love", mit sensibler Stimme von Marina Binner vorgestellt, oder "Mission Impossible", dessen mitreißend rasch wechselndes Klanggefüge die Hörer sofort in den Bann der Musik zog. Ein optimistischer Song folgte: "Viva la Vida" zeigte in schwungvollen Klängen, wie man das Leben bestens lebt. Und nochmals ertönte die schöne Stimme von Marina Binner. In "You are the Sunshine of my Life" gestaltete sie eine große Melodie sehnsuchtsvoll wie auch bestimmt. Schließlich ein weiteres Erfolgsstück: Abwechselnd ertönten eine geschmeidige Melodie und vorwärts drängende Akkordfolgen in "The Lion King". Mit "Party Rock Anthem" schloss das offizielle Programm der Schwandorfer Big Band mit fetzigem voluminösen Sound.

Und dann kam noch eine großartige Zugabe. Beide Big-Bands spielten zusammen "T.W.A." und verabschiedeten sich nach dem Riesenbeifall, indem sie das Stück wiederholten. Damit ging ein gelungener musikalischer Abend, der sowohl große Talente wie auch gute Lehrkräfte nachwies, in bester Stimmung zu Ende.
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