Mädchen mit den besseren Chancen
Hintergrund

Neunburg vorm Wald. (bl) Der Berufe-Scout im Info-Truck des Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbands ist eine Frau. Lebensgroß taucht "Jessie" auf dem Bildschirm auf und wirbt für Jobs in der Branche. Auch die Prospekte zu den einzelnen Ausbildungsberufen gibt es je nach Interessent mit einem männlichen oder weiblichen Model vorne drauf. Doch die meisten Bewerber für die Ausbildungsplätze in Metall- und Elektroberufen sind trotz solcher Kampagnen männlich.

"Dabei gibt es genauso technisch begabte Mädchen", merkt Wolf-Dieter Bieler an, der einen von bald zehn Infos-Truck der Branche in Deutschland betreut. Vergeblich wolle hier manche Firma eine Frauenquote anpeilen. Meist würden die Weichen schon in der Schule gestellt mit der Wahl des naturwissenschaftlichen Zweiges. "Wer denkt schon in der siebten Klasse an die Berufswahl", meint Bieler und bedauert: "Mädchen mit technischem Interesse hätten bei der Einstellung die besseren Chancen." Der Grund: Sie arbeiten häufig genauer.
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