Männer, die zupacken

Reinhold Busch (links), Hubert Ebenhofer (Zweiter von rechts) und Rudolf Strenge (rechts) dankten bei einem Ortstermin dem früheren Bürgermeister Hubert Kellner (Zweiter von links) für seine Unterstützung bei der Neugestaltung und Sanierung des Kriegerdenkmals in Poppenreuth. Bild: privat

Das ist ehrenamtliches Engagement mit Vorbildcharakter: Hubert Ebenhofer, Reinhold Busch und Rudolf Strenge aus Poppenreuth pflegen seit 2009 das Kriegerdenkmal in der Ortsmitte und den Gedenkstein für die Opfer des Todesmarsches im Frühjahr 1945 am Ortsausgang.

Im Juni 2010 war die gesamte Kriegerdenkmal-Anlage auf Vordermann gebracht worden. Dabei hatten die ehrenamtlichen Helfer festgestellt, dass die Ansicht der Gedenktafeln und die Bepflanzung dringend erneuert werden müssen. Mit Unterstützung des städtischen Bauhofes wurden dann im Frühjahr 2011 das gesamte Erdreich ausgetauscht und die stets wuchernden Sträucher entfernt. Die neue Bepflanzung plante Kreisfachberater Harald Schlöger vom Landratsamt. Um die Arbeiten kümmerten sich Hubert Ebenhofer, Reinhold Busch und Rudolf Strenge. Vom damaligen Bürgermeister Hubert Kellner kam die Zusage zur Kostenübernahme für Pflanzgefäße, Sträucher und Blumen durch die Stadtkasse.

Auch um den Gedenkstein (sowie die dazugehörige Anpflanzung am südlichen Ortsrand von Poppenreuth) für die 33 unschuldigen Opfer des Nationalsozialismus, die kurz vor Kriegsende ihr Leben verloren, kümmern sich Ebenhofer, Busch und Strenge. "Hier pflanzen wir dreimal im Jahr, passend zu den Jahreszeiten, Blumen und andere Gewächse in die neuen Granitgefäße", erzählt Hubert Ebenhofer. Der Gedenkstein wurde im Jahr 1992 auf Anregung des inzwischen verstorbenen Josef Summerer errichtet.

Auch für den Schnitt der Sträucher und eine stets saubere Anlage ist das eifrige Trio der Soldatenkameradschaft das ganze Jahr über zuständig. Vor zwei Jahren regte Bürgermeister Hubert Kellner die Erneuerung der verwitterten und teilweise nicht mehr lesbaren Schriften auf den drei Granit-Ehrentafeln an, da diese zum letzten Mal beim Umbau der Ortsdurchfahrt vor 35 Jahren restauriert worden waren. Im Sommer dieses Jahres holte eine Fachfirma die drei Granitsteine ab und reinigte sie und erneuerte die in Stein gemeißelten Namenszüge aller Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege.
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