Männerarbeit hat viele Facetten

Auf dem Wunschzettel des Katholischen Männervereins steht die Restaurierung der Kreuzwegstationen am Friedhofsweg. Die Mitglieder hoffen im Zuge eines weiteren Bauabschnitts der Altstadtsanierung im Bereich des Friedhofsvorplatzes auf Realisierung. Bild: do

"Männer machen viel durch, aber nicht alles mit", sagte Manfred Neumann augenzwinkernd. In einer oft ungerechten Welt seien christliche Männer deshalb aufgerufen, sich in Gesellschaft, Staat und Kirche zu engagieren, erklärte der Vorsitzende in der Jahreshauptversammlung des Katholischen Männervereins.

Den beruflichen, familiären und gesellschaftlichen Einsatz der Mitglieder auf vielen Handlungsfeldern bestätigte auch Ortspräses Stadtpfarrer Thomas Jeschner. Der Dekan wies in seinem Grußwort zugleich auf einen beschleunigten gesellschaftlichen Wandel in der Geschlechterbeziehung hin. Dies gelte für die Gestaltung der Ehe ebenso wie im Beruf und in der Familie.

Der Geistliche widersprach in diesem Zusammenhang der These, die katholische Kirche sei eher eine Männerkirche. "Weit gefehlt", merkte er an und verwies als Beispiel auf den Besuch der Sonntagsgottesdienste: "Oft sind doppelt so viele Frauen in der Kirche wie Männer." Deshalb mache es Sinn, ein besonderes Augenmerk auf die Männerseelsorge zu richten - und das mit Unterstützung des Männervereins.

An dieser mangele es nicht, urteilte Manfred Neumann. Der Vorsitzende erinnerte in seinem Tätigkeitsbericht an die Schwerpunkte der kirchlichen Männerarbeit. Diese hat viele Facetten. Zur kirchenpastoralen Arbeit zählte er das aktive Mitwirken bei der Wiedereröffnung der Bergkirche, das Aufstellen eines Fronleichnamsaltars, die Organisation der alljährlichen Lourdes-Andacht, das Kreuzweg-Beten entlang des Friedhofsweges und die Maiandacht. Diese habe ausnahmsweise in Zusammenhang mit der Wiedereröffnung des Gotteshauses in der Bergkirche stattgefunden.

Neumann bedauerte in diesem Zusammenhang das Fehlen von Mitgliedern der Krieger- und Soldatenkameradschaft dabei, obwohl auch in deren Namen eingeladen worden sei. "Es hat sich niemand sehen lassen, nur weil die Maiandacht nicht an der Krieger-Kapelle in Stegenthumbach war", mokierte sich der Chef des Männervereins.

"Der schönste Stand"

Eine Erfolgsbilanz zog der Vorsitzende mit Blick auf die gesellschaftlichen Beiträge des Männervereins. Besonders die kulinarischen Besonderheiten an dessen Stand erfreuten sich bei diversen Festivitäten großer Nachfrage. Manfred Neumann verwies beispielhaft auf die Schmankerln beim Bauernmarkt und beim Bürgerfest. "Wir haben den schönsten Stand der Eschenbacher Vereinswelt", rühmt er gleichzeitig selbstbewusst dessen einladende Wirkung.

70. Gründungsjahr

Sein besonderer Dank galt der "Werksmannschaft" für den Aufbau des soliden Marktstandes und der Frauenwelt für die Mithilfe bei der Zubereitung der Schlemmereien. Der Vorsitzende erinnerte ferner an die Organisation und Finanzierung des Ausflugs von Asylbewerbern zur Sommerrodelbahn in Pottenstein und zur Teufelshöhle. "Der Männerverein lebt", stellte Neumann zusammenfassend fest.

Den Beweis dafür sieht er auch im Jahresprogramm 2016. Zwar sei die Veranstaltungsserie im 70. Jahr der Gründung noch nicht ausgereift, doch der Vorsitzende versprach "viel Power". Unter anderem kündigte er die Einführung eines gemeinsamen Logos der Katholischen Männergemeinschaften, ein neues Banner und die Fortsetzung der ärztlichen Vortragsserie an.

Neumann regte ferner an, die Stadt möge doch endlich die vermutlich unter Denkmalschutz stehenden Kreuzwegstationen am Friedhofsweg gründlich restaurieren und die Standfestigkeit sichern. Dieser Wunsch wurde auch abschließend in einer kurzen Diskussion nochmals deutlich. Bürgermeister a. D. Robert Dotzauer hofft dabei auf einen weiteren Bauabschnitt der Städtebausanierung im Bereich des Friedhofs-Vorplatzes.
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