Märchenfiguren, die Jazz lieben

Applaus: Die Schauspielgruppe der Sing- und Musikschule lieferte mit dem Musical "Die Wahrheit über Rumpelstilzchen" eine beeindruckende Leistung. Bild: hm

Jazzige Klänge kamen aus der Schulturnhalle. Wer ihnen nachging, stieß auf eher märchenhafte Gestalten: einen stattlichen König auf der Suche nach einer Frau, eine schöne Müllerstochter oder vielleicht sogar ein geheimnisvolles altes Männlein, das seinen Namen nicht verraten wollte.

Pfreimd. (hm) "Die Wahrheit über Rumpelstilzchen" - so hieß das "Jazzical" von MuMag, der Musical-Arbeitsgruppe der Sing- und Musikschule, die ein bekanntes Märchen auf neue Weise auf die Bühne brachte. Bisher wurden zwei Projekte erfolgreich inszeniert. "Rumpelstilzchen - die ganze Wahrheit" ist nun das dritte Musical, das die Schauspielgruppe unter der Regie von Manuela Rügamer und Tine Hohl in Angriff genommen hat. Gleichzeitig ist dies das erste "große" Musical aus der Feder von Marc Hohl.

Die Handlung des Musicals lehnt sich nur lose an das Originalmärchen der Gebrüder Grimm an. Mit einem Augenzwinkern wird vielmehr erklärt, wie die Wahrheit verdreht wird, wenn sie von einem Mund zum nächsten Ohr wandert. Somit wurde aus dem Märchen eine Geschichte, die immer aktuell bleibt, auch wenn sie zur Zeit der Könige und Prinzessinnen spielt. Natürlich durfte das erwartete "Happy End" nicht fehlen. Die schöne Müllerstochter löste alle ihr gestellten Aufgaben mit Bravour und durfte als Königin in das prächtige Schloss einziehen. Als gelungener Kontrast ist die musikalische Ausrichtung des Stückes hervorzuheben. Die Jazzband "Blue Note Project" sorgte für beschwingten Sound und begleitete die Schauspieler mal swingend, mal bluesig bei ihren Gesangseinlagen.
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