Maffeianer vor einem Kraftakt

Auch die Garde der Faschingsgesellschaft trat schon bei den Maffeispielen auf. Archivbild: cs

Nach wie vor ist die Bergwerksweihnacht das Zugpferd des Fördervereins Maffeispiele. Dagegen musste bei den Sommer-Spielen" ein Besuchereinbruch hingenommen werden, der nicht ohne Konsequenzen bleiben wird.

Auch nach Jahren reger Bautätigkeit sah sich der Förderverein im Jahr 2015 wieder mit Sanierung, Renovierung und Umbau gefordert. Und wird es, wie sich abzeichnet, auch 2016 sein.

"Maffeispiele werden wir so lange machen, solange Sponsoren uns unterstützen", kündigte Vorsitzender Michael Grüner bei der Hauptversammlung auf der ehemaligen Schachtanlage an. Sorge beim Museumsbetrieb macht der erheblich angestiegene Verlust gegenüber 2014. Die Besucherzahl von knapp 17 000 im Vorjahr täusche darüber hinweg, hat doch die Bergwerksweihnacht einen maßgeblichen Anteil daran.

Derzeit 176 Mitglieder

Der Förderverein mit derzeit 176 Mitgliedern und Sponsoren bei einem Austritt, einem Sterbefall und 13 Neuaufnahmen, stehe für den Betrieb und alle Kosten in der Pflicht. Teilweise spielte heuer das Wetter eine unrühmliche Rolle, so musste das Sommerfest des städtischen Kindergartens wegen Regens in die Helmut-Ott-Halle verlegt werden, auch der Motorradgottesdienst litt erneut darunter und musste Umsatzeinbußen hinnehmen. Der Erlös soll noch in diesem Jahr dem Bergbaumuseum gespendet werden. Von den drei geplanten städtischen Veranstaltungen fand mangels Besucher nur eine statt. "Zufrieden" zeigte sich der Vorsitzende bei Maffei-Spezial mit Norbert Neugirg und der virtuosen Musikgruppe Hullerngroove. Sie trugen zu einem versöhnlichen Ausklang der Kultursaison auf Maffei bei.

Erfreulich war der Anstieg bei den reinen Museumsbesuchern mit Führungen von 431 auf 727 Personen im vergangenen Jahr. Busgruppen kommen von immer weiter her, und das ohne Werbung. Der Bergknappenverein, allen voran Fritz Raß als Leiter, übernimmt weiterhin Führungen. Als Partner leistet Jürgen Steibl Verstärkung, der sich inzwischen gut in den Museumsbetrieb eingearbeitet hat. Er übernimmt auch nach dieser Saison das Terminmanagement von Hilde Raß, die aus Altersgründen ihr Amt abgibt.

Es sei eine Illusion, dass Maffei-Shop oder Führungen reich machen, belegte Grüner mit Zahlen. Mit dem Erlös aus den Führungen sind nicht einmal die Stromkosten gedeckt. Anschaffungen wie eine neue Kreissäge, wasserdichte Jacken für Sicherheits- und Trägerpersonal sowie eine Pumpe und ein Zapfhahn für das Stromaggregat erforderten weitere Investitionen. Als technischer Leiter konnte Hans Wartha den Dank für sein Engagement entgegen nehmen. Mehr als 5000 Euro steckte der Förderverein in Ausstellungen, Vitrinen und Infotafeln im Bergbaumuseum.

Größte Herausforderung

Die größte Herausforderung eines jeden Vereinsjahres steht mit der Bergwerksweihnacht am 5./6. Dezember noch bevor. Ungewöhnlich ist, laut Grüner, die erstmals erhebliche Fluktuation. Durch das plötzliche Absagen von Ausstellern erst in den letzten Tagen heißt es Ersatz finden. Dieser Entwicklung will man Rechnung tragen in der Form, dass bei Absagen einige Euros einbehalten werden. "Die Weihnacht ist unabdingbar, um das Maffei-Projekt in dieser Form fortführen zu können und das Bergbaumuseum am Leben zu erhalten."
Weitere Beiträge zu den Themen: Auerbach (9489)November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.