Mahnende Worte des Präsidenten des Bayerischen Soldatenbunds - KSK Irchenrieth feiert Jubiläum
Schwere Zeiten nicht vergessen

In Ehrfurcht gedachten Altbürgermeistert Albert Gruber, der KSK-Vorsitzende Mario Rössler, BSB-Präsident Oberst a.D. Richard Drexl, Bürgermeister Josef Hammer und zweiter KSK-Vorsitzender Gerhard Schwab zusammen mit allen Anwesenden den Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege. Bild: fz
Irchenrieth. (fz) Oberst a.D. Richard Drexl, Präsident des Bayerischen Soldatenbunds und oberster bayerischer Veteran, zugleich Schirmherr beim Jubiläum der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK), bezeichnete beim Zwischenstopp des Ehrenzuges mit Vereinen und Ehrengästen am Kriegerdenkmal (wir berichteten) das Jubiläum als guten Grund, sich vergangener Zeiten zu erinnern.

Der Gefallenen und Vermissten zu gedenken und dankbar für die gute Zeit zu sein, in der wir leben. Niemand könne es sich aussuchen, in welcher Phase der Geschichte er geboren werde, aber er könne wie die Soldatenkameradschaften dazu beitragen, dass sich solche Katastrophen nicht wiederholten. "Es gibt keine praktikable Alternative für Europa", sagte Drexl. Die 1200 Kameradschaften des BSB sähen das auch, wobei sie aber ganz deutlich das Vermächtnis der Millionen von Gefallenen und Vermissten hochhielten.

Beim Festgottesdienst im Schwab-Stodl stellte Pfarrer Alfons Forster die Frage, seit wann es Krieg gebe. "Seit es Menschen gibt", erzähle er den Kindern im Religionsunterricht. Der erste Krieg sein nach dem Alten Testament zwischen Kain und Abel gewesen. Seitdem gebe es Kriege zwischen Völkern und Nationen und im zwischenmenschlichen Bereich.

Die Messe gestaltete die Roggensteiner Jugendblaskapelle unter Leitung von Josef Wolfrath. Bei den Ansprachen zeigte sich Landesvorsitzender Drexl kämpferischer als vor dem Kriegerdenkmal. Er verteufelte die Art und Weise, wie derzeit die Bundeswehr in den Dreck gezogen werde und nichts dafür könne. Beispiel sei das Sturmgewehr G 36, das hervorragend funktioniere, aber zum Abschuss von den Medien freigegeben worden sei.

Irchenrieths Bürgermeister Josef Hammer, Ehrenschirmherr mit seinem Vorgänger Albert Gruber, bezeichnete die KSK als Teil der Gemeinde, der heute so wichtig sei wie vor 125 Jahren. KSK-Vorsitzender Rössler freute sich über den Besuch vieler Ehrengäste wie des BSB-Bezirksvorsitzenden Horst Embacher und dem BSB-Kreisvorstand. Das große Kompliment des Vorsitzenden ging aber an seine Kameraden, ohne die dieses Jubiläum nicht zu schultern gewesen wäre.
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