Maibaum an den Rand

"Die neue Ortsmitte" lautet der Titel der Dorferneuerung für 727 700 Euro. Hauptdiskussionspunkt in der Gemeinderatssitzung war nochmals der Dorfplatz. Ausgiebig diskutierten die Räte die Gestaltung der Maibaumhalterung

Pirk. (fz) "Wir wollen die zeitliche Vorgabe mit Baubeginn im Frühjahr halten und darum heute Nägel mit Köpfen machen", betonte Bürgermeister Michael Bauer. Aufgearbeitet werden müssen am Dorfplatz der Brunnen, bisher seien die Kosten ziemlich vage gewesen, sowie die Maibaumhalterung - beides offene Diskussionspunkte der letzten Sitzung.

Michael Flierl vom Planungsbüro H+F in Amberg legte die Ausführungsplanung für die Dorferneuerung von der Kreisstraße bis zur Marienkirche vor: Der Dorfplatz solle das Schmuckstück von Pirk werden. Die Bushaltestelle mit Wartehäuschen komme vor die Raiffeisenbank, ebenso die Ladestation für E-Bikes. Mit 10:1 Stimmen entschieden sich die Räte für eine Platzgestaltung mit Granitplatten. Die seien 35 000 Euro teuerer als Betonplatten, dafür schöner und langlebiger, erklärte Flierl.

Zwei Möglichkeiten

14 500 Euro werde laut Flierl eine neue versenkbare Maibaumhalterung kosten. "Das ist viel Geld, es muss andere Lösungen geben", sagte zweiter Bürgermeister Alexander Radlbeck. Weiterhin wurde der Maibaum als Unfallgefahr mitten auf dem Dorfplatz angesprochen. Martin List stellte den Antrag, den Maibaum von der Platzmitte an die Grünfläche zu verschieben. Hier sei dann - ähnlich wie in Schirmitz - eine offene Halterung, die nicht stört, möglich. Kosten würde das etwas die Hälfte. In der Abstimmung sprachen sich sechs Räte den Vorschlag von List und fünf für den des Bürgermeisters aus. "Ich akzeptiere das, weil das Demokratie ist, obwohl es mir nicht gefällt", resümierte Bauer.

Einig war sich die Versammlung, dass ein Dorfbrunnen auf den Platz gehöre. Nach Plan von Architekt Flierl könnte dieser ohne Brunnenring flach in den Boden versenkt werden (ähnlich wie am Unteren Markt in Weiden). Sitzblöcke im Halbkreis wären ebenfalls möglich. Bürgermeister Bauer legte eine Kostenschätzung von 38 500 Euro einschließlich der Technik und der Skulptur, über die noch entschieden werden müsste, vor. Die Gemeinderäte stimmten einstimmig zu.

Die Skulptur solle einen direkten Bezug zu Pirk darstellen. Denkbar seien zum Beispiel Birken.

Verschiedene Künstler

Bürgermeister Bauer habe deswegen Kontakt zum Pirker Künstler Axel Schmidt aufgenommen. Dieser werde ein Modell erstellen. Thomas Fritsch regte an, den früheren Pirker Künstler Andreas Beierl auch mit einzubeziehen. Flierl wolle ebenfalls einen Planungsentwurf vorlegen. Klaus Ermer schlug vor, auch die Haupt- und Mittelschule zu beteiligen. Die Schüler könnten Vorschläge machen, die dann ein Künstler aufnimmt. Bauer versprach mit der Schulleitung zu reden.

Eine endgültige Entscheidung zum Brunnen soll im Februar fallen. Der Bürgermeister versprach, die Anwohner vor Baubeginn über den Ablauf zu informieren.
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