Mammutaufgabe bestens erfüllt

Was eine starke Gemeinschaft bewirken kann, das zeigten die Soldaten- und Kriegerkameradschaften aus Auerbach und Eschenbach im September bei der Landesversammlung. Die Organisation lief wie am Schnürchen.

"Die Landesversammlung, verbunden mit dem 140-jährigen Gründungsjubiläum, trug erheblich zur Bereicherung unseres Jubiläumsjahres bei und rückte unsere Stadt bayernweit in den Mittelpunkt." Das Lob von Bürgermeister Joachim Neuß galt dem Kreisverband Eschenbach der Soldaten- und Kriegerkameradschaft als Ausrichter, unterstützt von der Auerbacher Kameradschaft und dem Kreisverband.

Auch der bei der Landesversammlung neu gewählte Präsident des Bayerischen Soldatenbundes, Richard Drexl, und Innenminister Joachim Herrmann als Ehrengast würdigten in ihren Dankschreiben an Kreisverbandsvorsitzenden Richard Hofmann die hervorragende Organisation der "Mammutaufgabe".

Aktives Vereinsleben

Wenn auch der Kreis der Mitglieder bei der Hauptversammlung im Vereinslokal Ruder nur klein war, bei der Landesversammlung hatten sich die Auerbacher Kameraden mächtig ins Zeug gelegt. Von einem rührigen Vorstand und aktivem Vereinsleben zeugte der Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden Hermann Trenz.

In seinen Gedanken zum Volkstrauertag rief er die Opfer beider Weltkriege in Erinnerung. Trenz: "Durch die vielen Gedenkfeiern in diesem Jahr gerieten die Kriegsgräber im In- und Ausland wieder stärker in den Blick der Aufmerksamkeit. Nach dem millionenfachen Sterben im 1. Weltkrieg hat es sich der Volksbund zur Aufgabe gemacht, den Toten ein Grab zu geben, einen Ort der Trauer, des Abschiednehmens, des Erinnerns und Gedenkens. Diese Aufgabe hat er nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgenommen."

Nach dem Ende des Kalten Krieges war es möglich, sich auch in Osteuropa um Gefallene und Tote zu kümmern und ihnen auf großen Sammelfriedhöfen eine Ruhestätte zu geben. Seitdem wurden die Gebeine von 800 000 deutschen Gefallenen gefunden und würdig beigesetzt. "Jährlich birgt der Volksbund über 30 000 weitere. Diese Aufgabe ist bis heute nicht abgeschlossen."

Für Frieden und Freiheit

Angesichts der Krisen in der Ukraine und in Syrien werde wieder ins Bewusstsein gerufen, wie wichtig das Eintreten für Frieden sei, der Freiheit und Unabhängigkeit sichere, fügte Trenz hinzu. Neben der Teilnahme an den Versammlungen auf Kreisebene zur Vorbereitung der Landesversammlung und der Kreisvorstandssitzung in Eschenbach reihten sich im Jahresablauf Termine wie das Vergleichsschießen aneinander. Dazu kam die Kriegsgräbersammlung.

"Da ist ein Vorsitzender mit seinem Team immer gefordert", lobte Kreis-verbandschef Richard Hofmann das Engagement des Vereins. Mit Sorge erfüllt ihn die Situation der Bundeswehr: "Der Nachwuchs wird uns abgegraben." Dass die Bundeswehr nicht mehr gebraucht wird, könnte ja eine positive Wende bedeuten. Allerdings habe er damit seine Zweifel angesichts dessen, was rundum in der Welt vor sich geht.

"Nehmt die Termine wahr", so sein Appell an die Mitglieder. Auch er nützte die Gelegenheit für ein dickes Dankeschön an all jene, die sich bei der Landesversammlung eingebracht haben. "Der ganze Ablauf war vom Feinsten", ob die musikalische Gestaltung der Knabenkapelle, die Bewirtung durch das BRK Auerbach, der Einsatz der vier Feuerwehren oder auch die Tontechnik.

Urkunden überreicht

2. Bürgermeister Herbert Lehner nannte Frieden und Freiheit hohe Güter, beide müssten stets wieder erkämpft werden. Der Soldaten- und Kriegerkameradschaft gelte der Dank der Stadt auch für den Einsatz bei der Kriegsgräbersammlung. Hauptkassier Werner Grüner meldete ein Minus. Die Zahl der Mitglieder liege derzeit bei 62. Für Treue zur Kameradschaft bekamen Alfred Baier (15 Jahre), Wolfgang Schertl (30) und Hermann Trenz (35) Nadeln mit Urkunden.
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