Manuel Ziegler verbessert im Weitsprung seine Bestleistung auf 7,88 Meter
Sprung in eine neue Dimension

Nicht nur im Dreisprung, sondern auch im Weitsprung macht Manuel Ziegler große Sätze: Der junge Neustädter landete jetzt bei einem Meeting in den USA erst nach 7,88 Metern in der Sandgrube. Archivbild: hfz
Charlottesville/USA. Ganz unspektakulär wollte Manuel Ziegler seine Freiluftsaison in Amerika eröffnen. Der Dreispringer der LG Telis Finanz Regensburg wählte dazu zum Auftakt nicht seine Spezialdisziplin, sondern entschied sich für den Weitsprung, den er in den letzten Jahren etwas vernachlässigt hatte. Zu merken war davon nichts: Mit 7,88 Metern schaffte der Oberpfälzer eine Traumweite.

Angetreten war Ziegler mit einer Freiluftbestleistung von 7,33 Metern, die er bei seinem ersten USA-Aufenthalt für die Universität in Memphis, Tennessee, erzielt hatte. In einem leistungsstarken Teilnehmerfeld sprang er mit allen seinen gültigen Versuchen über seine alte Bestmarke. Mit 7,43 Metern (plus 1,0 m Rückenwind) setzte er sich bei böigen Winden im ersten Durchgang an die Spitze. Im zweiten Versuch stellte er alle seine vorherigen Weitsprungergebnisse in den Schatten. Schnell im Anlauf, sicher am Absprungbalken und technisch ausgereift flog er an das andere Ende der Grube in eine neue Weitsprung-Dimension. Was dann die Anzeigentafel zeigte, übertraf alle Erwartungen. Mit 7,88 Metern erzielte er eine Traumweite. Was in den USA als gültige Leistung geführt wird, findet allerdings in den deutschen Bestenlisten keine Anerkennung. Mit 2,5 Metern Rückenwind war die Unterstützung für einen Eintrag in den DLV-Bestenlisten um 0,5 Meter pro Sekunde zu viel. Dass er es dennoch kann, bewies Ziegler in den weiteren Sprüngen. Bei allen Folgesprüngen hatte er den Wind gegen sich. Mit 7,37 m, 7,57 m und 7,63 m unterstrich der amtierende deutsche Dreisprungmeister seine bestechende Form.

Maximale Unterstützung

"Dass ich aktuell in einer Top-Form bin, haben meine Zubringerleistungen bestätigt. Mit einem Sprung knapp an die Acht-Meter-Grenze habe ich allerdings nicht gerechnet. Mal sehen, was jetzt im Dreisprung noch alles möglich ist," freute sich der Neustädter über seine Leistungsexplosion. "Das Master Studium in den USA ist zwar extrem anspruchsvoll, aber ich bekomme auch von der Uni die maximale Unterstützung für meinen Sport." Mit seiner beeindruckenden Leistung rangiert er in der US-amerikanischen Bestenliste (NCAA) aktuell auf Platz zwei. Der erneute Sprung in die Staaten nach 2012/13 war bisher für den LG-Athleten extrem erfolgreich und jeder Wettkampf von einer neuen, persönlichen Bestleistung begleitet. Aufgrund der guten Rahmenbedingungen in den Staaten fasst er jetzt auch konkret ins Auge, sein sportliches Engagement in USA bis nächstes Jahr fortzusetzen und dort auch sein Master-Programm zu beenden.
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