Marburg.
Kulturnotizen Brüder-Grimm-Preis für Ruth Klüger

(epd) Die US-amerikanische Germanistin und Schriftstellerin Ruth Klüger wird am Freitag in Marburg mit dem Brüder-Grimm-Preis der Philipps-Universität ausgezeichnet. Die 83-Jährige erhalte den mit 5000 Euro dotierten Preis für ihre Forschungen zur Literatur der Epoche der Brüder Jacob (1785 - 1863) und Wilhelm Grimm (1786 - 1859), teilte die Universität mit. Ihr besonderes Augenmerk gelte der Buchproduktion von Frauen sowie antisemitischen Tendenzen in der deutschen Literatur. Ruth Klüger wurde 1931 in Wien als Tochter eines jüdischen Arztes geboren. Heute zählt sie zu den bekanntesten Germanistinnen in den USA.

Warhol-Bild: Ausfuhr nach Auktion

Düsseldorf.(dpa) Für das millionenschwere Bild "Triple Elvis" von Andy Warhol soll erst nach der umstrittenen Auktion in New York eine endgültige Ausfuhrgenehmigung durch das Land NRW erteilt werden. Dass die bisherige Genehmigung nur befristet ausgestellt worden sei, entspreche der jahrelangen Praxis der mit dem Transport beauftragten Spedition, sagte der Sprecher des Casino-Betreibers Westspiel, Christof Schramm, der dpa.

Westspiel will "Triple Elvis" sowie das Bild "Four Marlons" von Warhol am 12. November von Christie's in New York versteigern lassen und erhofft sich einen Erlös von rund 100 Millionen Euro.

Fotografin Herlinde Koelbl wird 75

München.(dpa) Ob mächtige Menschen, starke Frauen oder deutsche Wohnzimmer: Fotografin Herlinde Koelbl spiegelt mit ihren Bildern die Gesellschaft wider. Eine der bekanntesten Fotokünstlerinnen Deutschlands feiert am Freitag ihren 75. Geburtstag. "Bei mir geht es immer um eine große Spanne, einen großen Bogen und großen Zeitraum, nie um den Moment."

Neben den Bildern können sich die Besucher auch Interviews mit den fotografierten Menschen anhören und diese lesen. Auch Videoinstallationen und Dokumentarfilme gibt es von Koelbl und sie arbeitet als Journalistin. Ihren ersten großen Erfolg hatte sie 1980 mit dem Bildband "Das deutsche Wohnzimmer", es folgten die Bände "Männer" und "Starke Frauen" mit Aktporträts. Für ihren Bildband "Spuren der Macht" standen sogar Politiker wie Gerhard Schröder, Angela Merkel und Joschka Fischer vor ihrer Kamera.
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