Margareta Friedl feiert 80. Geburtstag - Ausgezeichnet für ehrenamtliches Engagement
Schon zwei Zähne bei der Geburt

Margareta Friedl (Dritte von links) ist eine Kämpfernatur und Stütze der SPD, Arbeiterwohlfahrt und des VdK. Tochter Marlene (Zweite von rechts) und Enkelin Serap (links) nahmen der Jubilarin ein wenig die Aufregung vor dem 80. Geburtstag. Bild: dob
"Auf unsere Gretl ist stets Verlass", finden SPD-Vorsitzender Heinrich Rewitzer und Erich Völkl vom VdK. Gerade rechtzeitig zum 80. Geburtstag befindet sich Margareta Friedl wieder auf dem Weg der Besserung. Gesundheitliche Probleme hatten sie in der letzten Zeit etwas aus der Bahn geworfen.

Angehörige und Wegbegleiter ließen sie zum runden Geburtstag hochleben. Die Feier stieg am Ostermontag im Gasthaus "Grüner Baum". Nur 2500 Gramm schwer aber mit zwei Zähnen im Mund kam sie am 1. April 1935 in Waidhaus als Margareta Kraus zur Welt.

Die Neugeborene veranlasste sogar ein Telefonat. Eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamts Vohenstrauß rief bei der Waidhauser Hebamme an, um sich über die Richtigkeit dieser seltenen Nachricht "Baby mit Zahn" zu vergewissern. Immerhin war es ja der 1. April, aber beileibe kein Aprilscherz. Der Burgtreswitzer Rudolf Friedl trat mit der Waidhauserin am 30. Juli 1955 in der Pfarrkirche ihres Geburtsorts an den Traualtar. Zwei Söhne und eine Tochter vervollständigten die Familie, zu der heute auch drei Enkel zählen.

AWO, SPD und VdK

Ein schwerer Schicksalsschlag ereilte Friedl 1975, als ihr Ehemann mit 50 Jahren einen Schlaganfall erlitt und ab da schwer pflegebedürftig war. Fünf Jahre später folgte ein weiterer Schlaganfall und er starb. Die Jubilarin arbeitete 20 Jahre bei der Porzellanfabrik Seltmann. Seit 50 Jahren ist Friedl bei der Arbeiterwohlfahrt, über 15 Jahre als zweite Vorsitzende. Vor knapp zehn Jahren ließ sie sich für das Amt der Senioren-Clubleiterin einbinden, das sie bis heute ausübt. 28 Jahre hält sie auch treu zum VdK.

Als Friedl in die SPD eintrat, war Willy Brandt Bundeskanzler. Am 1. Januar 1971 schloss sie sich dem Ortsverband Altenstadt an. 1985 gründete sie die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen und war zehn Jahre deren Vorsitzende. Vor zwölf Jahren erhielt die Fiedlbühlerin das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt. Der "Waidhauser Export", wie sie Abgeordneter Uli Grötsch einmal humorvoll nannte, wurde in Vohenstrauß "ein richtiger Schlager".
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