Margarethe Nißl schreibt Stadtgeschichten - 85. Geburtstag
Die Erzählerin

Margarethe Nißl (Mitte) freute sich über die vielen Glückwünsche. Es gratulierten (von links) Christa Prifling, Sohn Toni, Annemarie Ringlstetter, Bürgermeister Armin Schärtl, Stadtpfarrer Hannes Lorenz und Schwiegertochter Gabriele. Bild: Völkl
Nabburg. (cv) Es machte einfach Freude, Margarethe Nißl zuzuhören: Voller Elan empfing die Nabburgerin ihre Gäste, die zum 85. Geburtstag alles Gute wünschten. Etliche Anekdoten aus dem "alten Nabburg" servierte die Jubilarin der geselligen Runde.

Schulfreund Matthias Weigl stand in der Tür und sang "wie schön, dass du geboren bist", Stadtpfarrer Hannes Lorenz und Bürgermeister Armin Schärtl gratulierten und der Frauenbund machte seine Aufwartung. Ein besonderes Geschenk bereitete Sohn Toni seiner Mutter: Der bekannte Schlagzeuger hatte aus Berlin zwei Musiker-Freunde mitgebracht. Gemeinsam hatten sie Stücke eingeübt, "die meiner Mutter gefallen". Bei der abendlichen Feier beim "Kräuterbeck" gab es dann ein maßgeschneidertes Programm für das Geburtstagskind. Schwiegertochter Gabriele - eine gebürtige Ostfriesin - hatte den Gästen am Vormittag schon ostfriesischen 11-Uhr-Tee serviert, in den entgegen dem Uhrzeigersinn Sahne gegossen wurde: Eine schöne Geste aus ihrer Heimat, "um die Zeit anzuhalten".

Anhalten, das geht nicht, aber "die Gretl" nimmt ihre Zuhörer gerne mit auf eine Reise ins alte Nabburg, die Zeit nach dem Krieg, als sie Verkäuferin im Kaufhaus Baum war. Episoden, Erlebnisse, Charaktere - Margarete Nißls größtes Hobby ist es, all das aufzuschreiben. "Ich lese und schreibe für mein Leben gerne", erzählt die 85-Jährige, die nach glücklicher Ehe seit 26 Jahren Witwe ist. Mit einigen "Geschichten aus dem Leben" bereicherte sie auch die "Heimat Nabburg". Was die Nabburgerin verfasst hat, wurde von Sohn und Schwiegertochter in ein Büchlein gebunden: Alt-Nabburg, an das sich nur noch wenige erinnern können.
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