"Maria durch ein Dornwald ging"

Die zwölf Sängerinnen und Sänger von "ChorDiSono" mit Leiter Alexander Meiler (rechts) begeisterten beim Benefizkonzert in der Marienkirche in Pertolzhofen mit klangvoller Vielfalt. Bild: boj

Die Marienkirche in Pertolzhofen feierte am 8. Dezember ihr Patrozinium. Dazu passte das Benefizkonzert zwei Tage vorher, bei welchem das Vokalensemble "ChorDiSono" die zahlreichen Kirchenbesucher begeisterte.

Das frühlingshafte Wetter am Nikolaustag war für eine adventlich-weihnachtliche Stimmung nicht gerade förderlich. Doch beim Benefiz-Adventskonzert in Pertolzhofen konnten die Zuhörer eintauchen in die vielzitierte "staade Zeit", frei vom geschäftlichen Rummel der vielen Weihnachtsmärkte.

Einen besonderen gesanglichen Hörgenuss erwartete die Besucher in der Expositurkirche St. Marien. Pastoralreferent Andreas Hartung begrüßte dazu das Vokalensemble "ChorDiSono" aus Weiden sowie die zahlreichen Zuhörer, denen er empfahl, die bevorstehende musikalische Verwöhnung so richtig zu genießen.

Bis Soul und Pop

Hartung hatte nicht zu viel versprochen. Die zwölf Sängerinnen und Sänger mit ihrem dezent dirigierenden Leiter Alexander Meiler und dem Pianisten Wolfgang Dirscherl unterstrichen mit ihrer breitgefächerten Stilrichtung von traditionellen Kirchenliedern über Gospels, neuen geistlichen Liedern, Soul und Pop ihre besonderen gesanglichen Fähigkeiten. Die Marienkirche in Pertolzhofen (Patrozinium am 8. Dezember) war natürlich der ideale Ort für dieses Konzert, wo doch Maria gerade in der Adventszeit als zentrale Person verankert ist.

Rosen spannten den Bogen von der Einstimmung ("Maria durch ein Dornwald ging") bis zur Schlussrunde ("Es ist ein Ros entsprungen"). Dazwischen öffnete sich ein abwechslungsreiches Programm aus geistlichen und weltlichen Liedern, welche die vielfältigen Qualitäten des Chors offenbarte. Dazu gehörte neben deutschem Liedgut ("Tochter Zion", "Kommet ihr Hirten") auch Lieder aus dem englischsprachigem Raum ("Joy to the world", "Away in a manger" usw.) sowie ein Weihnachtslied aus Schweden ("Jul, Jul") und eine spanische Variante ("El Nacimiento").

Die Hoffnung auf Schnee weckte das Ensemble mit einer beschwingten musikalischen Schlittenfahrt ("Sleigh Ride") und mit "White Christmas" den Traum auf weiße Weihnachten. Auch der Nikolaustag wurde mit "Santa Claus is coming to town" nicht vergessen. Bei allen Lieder kam die klangvolle Vielfalt der Stimmen des Vokalensembles zum tragen: mal sanft und leise, dann wieder stimmgewaltig, mal liebevoll-harmonisch, mal geradezu beschwörend. Die Solisten Judith Peter, Uschi Steppert, Adrian Kapornyai und Frank Henning (Trompetensolo) setzten noch besondere Akzente in diesem variantenreichen Konzert. Andrea Hofmann, die sehr einfühlsam durch das Programm führte, beleuchtete mit ihren Texten die Hintergründe der Liedtitel. Sehr ausdrucksstark trug sie zwischen den Liedblöcken die humorvolle Geschichte von der Weihnachtsgans und die besinnliche Betrachtung der "Vier Kerzen im Advent" vor.

Spende für Flüchtlingshilfe

Im Vorgriff auf den Heiligen Abend endete das Konzert mit einem Wiegenlied. Mit stehendem Applaus belohnten die begeisterten Zuhörer das Vokalensemble für ihre ausgezeichnete gesangliche Leistung. Pastoralreferent Andreas Hartung dankte allen, die das Benefiz-Adventskonzert ermöglicht hatten. Da der Eintritt frei war bat er um eine Spende für die Flüchtlingshilfe der Diözese Regensburg und des Landkreises.
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