Maria und Josef im Asylheim

Helene Rolle sowie die Miesbrunner Sänger strahlten mit ihren Beiträgen eine ruhige, besinnliche Atmosphäre aus und stimmten auf das Weihnachtsfest ein. Bild: gi

"Weihnacht wird's nu omal im Joahr", sangen die Miesbrunner Sänger. Mit Weihnachtsgeschichten in Oberpfälzer Mundart stimmte der Förderverein Schloss Burgtreswitz auf das Fest der Feste ein.

Bürgermeister Hermann Ach begrüßte dazu die Besucher in der vollen Dorfkirche begrüßten, darunter Pfarrer i. R. Hermann Schötz und Altbürgermeister Hans Roßmann und besonders die Miesbrunner Sänger und Vorstandsmitglied Helene Rolle. Ach stellte das Gotteshaus als Kleinod vor, die im Eigentum der Marktgemeinde steht und saniert werden muss. Im kommenden Jahr soll mit der Innenrenovierung begonnen werden.

Rolle las verschiedene Geschichten in Oberpfälzer Mundart, wie die Geschichte "Heimkehr aus der russischen Gefangenschaft 1946 am Nikolaustag" von Siegrid Färber. Die Kinder kannten den Vater nicht mehr und meinten, es sei der Nikolaus, da er ihnen noch Äpfel und Zuckerstücke schenkte, die er vorher von einer Nachbarin erhielt. In "Ein Herbergswirt von Bethlehem erzählt" erinnert sich Heiner Wittmann an die Volkszählung, darunter waren auch Maria und Josef.

Dazwischen sangen und spielten beeindruckend Ludwig Putzer (Akkordeon), Karl Putzer und Norbert Puff (Gitarren) Advents- und Marienlieder und stimmten in die vorweihnachtliche Zeit ein. Gedanken zur Herbergssuche im Jahr 2015 nach Alois Gillitzer trug Rolle vor. Wahrscheinlich wären Maria und Josef auch unter den Asylsuchenden und würden im Asylheim landen.

Heiteres Stück

In der Erzählung "Ein Hirte von Bethlehem erinnert sich" berichtet Wittmann über die Heilige Nacht, als der Engel kommt und vom Wunder erzählt. Ein heiteres Stück war "Das erste Lächeln des Christkindes" (Karl Heinrich Waggerl), das von einem Floh gekitzelt wurde. "Die erste heilige Nacht" (Andreas Staimer) hieß ein letztes Gedicht, ein Gespräch zwischen Maria und Josef.

Am Schluss gab es Weihnachtswünsche an die Zuhörer nach Gillitzer: "Ich wünsch Euch viel Heilige Nacht, das Christkindl kommt und in eurem Herzen drin lacht. Aber dafür muss jeder selbst was tun, um still zu werden und zur Ruhe zu kommen, das Wichtige vom Unwichtigen trennen, und müsst den Sinn der Heiligen Nacht erkennen." Die Zuhörer waren begeistert und spendeten großen Applaus.
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