Markt Kohlberg sucht billigere Lösung - Etzenrichter Plänen keine Steine in den Weg legen
Kindergarten: Ausbaukosten utopisch

(war) Keinerlei Einwände erhob der Gemeinderat gegen den von der Nachbargemeinde Etzenricht vorgelegten Bauleitplan mit der Aufstellung des Bebauungsplanes "Am Festplatz" zur Ausweisung eines Sondergebietes für einen großflächigen Einzelhandelsbetrieb in Kombination mit einem Mischgebiet. "Wir können und wollen das Projekt nicht verhindern, auch wenn wir mit der Ansiedlung eines Marktes in Kohlberg dadurch noch schlechtere Papiere haben", sagte Bürgermeister Rudolf Götz in den Beratungen.

Nach eingehender Diskussion einigte sich der Rat darauf, knapp 500 Euro für die ungedeckten Kosten der Beer-Walbrunn-Tage im Oktober zu übernehmen. Pfarrer Martin Valeske hatte einen Antrag vorgelegt, nachdem die Gemeinde vorab schon die gleiche Summe für die Förderung zur Verfügung gestellt hatte. Zwei Gegenstimmen kamen von den beiden SPD-Räten, die das Geld lieber für soziale Zwecke angelegt hätten. Die Gesamtkosten des Konzerts betrugen 4261,84 Euro gab Götz bekannt, wobei auf das Honorar der Künstler 4000 Euro entfielen.

Das Gemeindeoberhaupt informierte über Änderungen im Denkmalschutz. Zwei Bautafeln an Privathäusern wurden aus der Liste der geschützten Objekte herausgenommen, die evangelische Kirche wurde zusammen mit dem Torturm und den Grabplatten zu einem Ensemble zusammengefasst. Parallel auch die Gebäudeteile des Schlosses in Röthenbach.

Die erste grobe Kostenschätzung der Diözese für den Ausbau des Kindergartens "Arche Noach" ergab Baukosten von 450 000 Euro. "Utopisch" urteilte Götz und hat zusammen mit dem Träger bereits Alternativen angestoßen. Er will vorhandenen Platz für den Ausbau nutzen. Mit dieser Maßnahme will man die Kinder, es lägen bereits zehn bis zwölf Anmeldungen vor, im Ort halten, zumal die Tendenz bei den Geburtenzahlen (17 in 2014) steigend sei.

Im Zusammenwirken mit den Nachbargemeinden aus der VG will Rudolf Götz Einsparungspotenzial bei den Ausstattungen der Bauhöfe und beim Betrieb der Kläranlagen nutzen. "Die Zusammenarbeit muss forciert werden. Denkbar wäre eine eigene GmbH, um Kosten zu sparen." Als nur ein Beispiel wurde die zukünftige Notwendigkeit genannt, einen Klärmeister zu stellen. Dieser sei in Weiherhammer bereits vorhanden, könnte auch für die anderen Anlagen im VG-Einzugsgebiet tätig werden.

Die Rücksprache mit der Polizei wegen des Baus einer Bodenwelle in der Einfahrt "Meister" ergab, dass diese hinter dem Anwesen Hausner und hinter dem Fußgängerweg montiert werden müsse, kombiniert mit einer Geschwindigkeitsanzeige. Vor der Umsetzung des Antrages aus der Bürgerversammlung werden Angebote eingeholt.

"Der Ausbau des Radweges beginnt. Der Forst holzt in der Zeit vom 16. bis 21. Februar die Flächen für die Trasse ab. Die Staatsstraße ist in dieser Zeitspanne gesperrt", kündigte Götz an. In Kohlberg führt der Radweg laut Planung nach der Fertigstellung durch das Eichelbachtal, vorbei an der Kläranlage und am Sportplatz in Richtung Ortsgrenze.
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