Marktrat für Aufbau eines First-Responder-Dienstes
Hilfe beschleunigen

Die Rettungskette wird in der Marktgemeinde Königstein um ein zusätzliches Glied erweitert. Für die Arbeit einer "First-Responder-Gruppe" stellt sie jährlich 10 000 Euro im Haushalt bereit. Das beschloss der Marktrat in seiner Sitzung am Mittwoch.

Eine in Notfallhilfe ausgebildete Person soll die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken helfen. Dafür fand sich in Königstein bisher ein Kreis von zehn Freiwilligen zusammen. Unter ihnen sind drei berufsmäßige Rettungsassistenten. Patienten brauchen für die Hilfe der First Responder nichts zu bezahlen. Sie arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich.

"Dieser Dienst wird unter dem Dach der Freiwilligen Feuerwehr Königstein in Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariterbund aufgebaut", erklärte Wolfgang Pscherer, der das Vorhaben vorstellte. Die Gruppe bekommt ein eigenes Fahrzeug, das in Reichweite des Diensthabenden steht. 113 solcher First-Responder-Dienste gibt es bereits in Bayern. Der Marktrat stimmte dem Vorhaben zu und plante dazu 10 000 Euro jährlich im Haushalt ein. Bedarf sah er angesichts der mehr als 50 Einsätze, die Notärzte im vergangenem Jahr im Bereich Königstein fuhren.

Sehr viele Bauanträge waren in dieser Sitzung zu behandeln. Ronny und Sabrina Bärwolf möchten im Baugebiet Am Ossinger am Rainweg 13 ein Einfamilienhaus mit Garage errichten. Der Abweichung vom Bauplan stimmte der Marktrat zu. Elke und Peter Thiel schaffen sich ein Eigenheim in der Bergstraße, und Christian Pirner plant in Gaißach eine Garage und Praxisräume. Dagegen gab es nichts einzuwenden.

Die Regens-Wagner-Stiftung meldete eine Änderung ihres Bauvorhabens. Es handelte sich jedoch lediglich um den Anbau eines Windfangs an die Förderstätte. Der Marktrat winkte den Antrag durch.

Die Organisation der Mittelschulen soll sich ändern. Drückten die Kinder aus der Gemeinde Weigendorf bisher beim Verbund Hersbrucker Schweiz die Schulbank, wechseln sie künftig in den Bereich Sulzbach-Auerbach. Der Marktrat erklärte sich mit dieser Neuregelung einverstanden.
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