Marktstellung gestärkt

Das Vorstandsgremium der Raiffeisenbank Bruck zeigt unsere Aufnahme zusammen mit dem neugewählten Aufsichtsratsmitglied Christian Mehltretter (Zweiter von rechts). Bild: sir

Entgegen dem landläufigen Trend hat sich die Raiffeisenbank Bruck im Geschäftsjahr 2014 erneut hervorragend am Markt behauptet. Von der Finanzkrise blieb sie verschont. Gute Wachstumszahlen im Kredit- und Einlagengeschäft belegen das Gegenteil.

Der Jahresüberschuss beziffere sich nach Steuern auf 42 988 Euro. Die Bilanzsumme betrage 26 868 768 Euro. An die 620 Mitglieder werde wie im Vorjahr eine Dividende in Höhe von vier Prozent ausgeschüttet, hieß es bei der Jahresversammlung im Meisl-Saal. Mit ihrem überdurchschnittlichen Eigenkapital in Höhe von 2,7 Millionen Euro steht die Raiffeisenbank Bruck auf solidem Fundament. Profitieren können die Kunden weiterhin von der Selbstständigkeit und der Nähe der Geschäftsstelle.

Klein, aber selbstständig

Versammlungsleiter Lorenz Bräu senior wertete die hohe Resonanz der Anwesenden als eindrucksvollen Beweis für das Interesse über die Entwicklung der Bank. Vorstand Franz Schießl stellte fest, dass es derzeit in Bayern 281 Volks- und Raiffeisenbanken (VR-Banken) gebe. Die Geschäftspolitik der Brucker Bank, sie gehöre zu den kleinsten noch selbstständigen VR-Banken in Deutschland, sei darauf ausgerichtet als kompetenter Finanzpartner vor Ort aufzutreten.

Die Bank sei solide aufgestellt und das Geschäftsmodell vollkommen intakt. Wie wertvoll Kreditinstitut mit Hauptsitz vor Ort sei, habe sich in der großen Finanzkrise gezeigt. Die Raiffeisenbank Bruck habe ihre Marktstellung im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter stärken können. Zum Jahresende betrug die Bilanzsumme 26 868 768 Euro. Bei Kundenkrediten sei ein Plus von 2,4 Prozent auf 12,4 Millionen Euro zu verzeichnen. Insbesondere die private Baufinanzierung, aber auch die gewerbliche habe dazu einen erheblichen Beitrag geleistet. Zudem verfüge die Genossenschaft über eigene Wertpapiere in Höhe von 7 861 282 Euro.

Für alle Wertpapiere gelte, dass sie nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet würden. Im Bestand "befinden sich keinerlei riskante ausländischen Staatsanleihen. Die Mitglieder und Kunden können hier ganz beruhigt sein", betonte Schießl. Doch einen Preis habe das Ganze: Wie die meisten Banken sitze man derzeit auf einem Berg von Liquidität. "Die Erträge gehen zurück." Mit einigen Worten ging der Vorstand auf die neu Immobilie in Bruck ein.

Derzeit wird an der Bodenwöhrer Straße das Ärztehaus gebaut. Dies werde für den Markt Bruck, der Bank als Investor, sowie für die künftigen Mieter ein Schmuckstück. 2014 habe die Raiffeisenbank auch 16 000 Quadratmeter große Grundstück des ehemaligen staatlichen Forstmaschinenbetriebs im Zentrum von Bodenwöhr gekauft, mit dem Ziel die Vermögens- und Ertragsbilanz der Bank langfristig zu stärken. Man sei zwar beim Marktanteil nicht die größte Bank, übernehme aber soziale und ethische Verantwortung für Kunden und Mitglieder.

Gute Eigenkapitalquote

Dreh- und Angelpunkt für die Bonität sei das Eigenkapital. Mit Beschluss der Generalversammlung erreichen die Rücklagen und Vorsorgereserven 2,75 Millionen Euro - bei knapp 27 Millionen Bilanzsumme. "Damit steht die Brucker Raiffeisenbank auf einem sicheren und guten Fundament", zeigte sich Schießl zufrieden. Die gesamten Einlagen betrugen zum Bilanzstichtag 22,98 Millionen Euro. Es waren sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Die Personalkosten bewegen sich mit 360 000 Euro knapp unter der Vorjahreshöhe.

Vom Jahresergebnis werden vorab 175 000 Euro dem "Fonds für allgemeine Bankrisiken" zugeführt, der zum Eigenkapital zähle und mittlerweile 1,275 Millionen umfasse. An die Mitglieder würden 13 736 Euro ausgeschüttet, 29 252 werden in die Rücklagen eingestellt. Aufsichtsratsvorsitzender Hans Frankl zitierte aus dem Bericht über die gesetzliche Prüfung und sprach von einem sehr erfreulichen Gesamtbild für die Genossenschaft. Allein die Tatsache des hohen Eigenkapitals zeige dem Aufsichtsrat, dass gut gearbeitet wurde.

Versorgung gesichert

Als Bürgermeister gratulierte Frankl zum guten Ergebnis und zur Entscheidung das Ärztehaus zu bauen. Zum einen sei damit die ärztliche Versorgung in Bruck nachhaltig gesichert und zum anderen ein Gebäude-Leerstand beseitigt. Er würdigte auch die große Spendenbereitschaft der Bank.
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