Markus Popp, BRK-Bereitschaftsleiter in Auerbach, über seinen Einsatz beim G7-Treffen
Täglicher Blick in die Gipfelpost

Die Rettungshelfer des BRK-Bereitschaftsdienstes Auerbach waren bis Dienstag in Elmau, um rund um den G7-Gipfel für den Einsatz bereit zu stehen. Nach einer kurzen Verschnaufpause berichtet Markus Popp, BRK-Bereitschaftsleiter in Auerbach, über die vergangenen Tage als Teil eines der größten Einsätze der vergangenen Jahre.

Herr Popp, wie verlief Ihr Einsatz in Ellmau, hatten Sie Patienten zu behandeln?

Markus Popp: Unser Einsatz verlief von Beginn an sehr harmonisch und gut organisiert.

Hier kamen uns die vorbereitenden Übungen im Kreisverband sowie die regelmäßigen Fortbildungen im Sanitäts- und Rettungsdienst zugute. Obwohl unsere Einheit mit fünf Rettungssanitätern, vier Rettungsassistenten und einer Anästhesistin mit die höchste Personalqualifikation vorweisen konnte, hatte unsere Einheit am eingesetzten Standort in Garmisch keine Patienten zu versorgen.

Dies bedeutete allerdings nicht, dass es nichts zu tun gab. Die Gesamtstatistik verweist auf 303 Versorgungen im Sanitätsdienst, 44 Rettungsdiensteinsätze mit Transporten in Kliniken sowie elf Einsätze der Bergwacht.

Wo waren Sie genau stationiert?

Popp: Stationiert waren wir am Werdenfels-Gymnasium in Garmisch-Partenkirchen. Hier waren insgesamt 450 ehrenamtliche Helfer stationiert. Die Unterbringung erfolgte nach Einheiten getrennt in den Klassenzimmern. Es waren 20 Helfer in jedem Zimmer. Eine vom Kreisverband gestellte Transport-Einheit mit zwei Fahrzeugen und vier Kräften war an der Feuerwehrschule in Geretsried stationiert. Die Unterstützungsgruppe Sanitäts-Einsatzleitung war in Krün.

Haben Sie von den "Mächtigen" etwas mitbekommen?

Popp: Nur den Überflug vom Flughafen München nach Ellmau und zurück sowie einige Konvois, die Delegierte zum Schloss brachten. Informiert wurden wir durch die Berichterstattungen in TV und Presse. Die Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsschutz brachte für die Einsatzkräfte täglich eine Gipfelpost mit den aktuellen Ereignissen heraus.

Welches Erlebnis beeindruckte Sie am meisten?

Popp: Hier ein einzelnes Ereignis herauszustellen ist äußerst schwierig, da die gesamten Erlebnisse einen bleibenden Eindruck auf die Helfer hinterlassen. Beispielsweise die große, aber durchaus nötige und wichtige Polizeipräsenz, mit Kräften aus dem gesamten Bundesgebiet, die vielen Hubschrauber und die Erlebnisse am Rande der Demonstrationen. Unvergessen wird sicherlich der große Zusammenhalt zwischen den Einsatzkräften aller Organisationen sein.

Was bleibt vom G7-Einsatz in Ihren Gedanken?

Popp: Der größte geplante Hilfseinsatz klappte dank guter Vorbereitungen hervorragend. Er wird in seiner Gesamtheit unvergesslich bleiben. Wir sind im Nachhinein schon stolz darüber, Teil dieses Ereignisses gewesen zu sein. Es ist auch beruhigend zu wissen, dass die Hilfeleistungskonzepte im Schadensfall reibungslos funktionieren.

Es war schön, dabei gewesen zu sein. Es zählte nicht der Einzelne sondern die Zusammenarbeit aller.
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