Marode Punkte im Visier

Die Arbeiten an der vom Gemeinderat beschlossenen Stützmauer aus Granitsteinen haben bereits begonnen. Im Zuge der Außenrenovierung wurde auch ein barrierefreier Eingang zur Kirche geschaffen. Bild: gl

Am Altar in der Setterlkapelle nagt der Holzwurm. Beim Kriegerdenkmal ist das Fundament nicht mehr sehr stabil, und die Sanierung der Treppe zur Kirche ist teurer als geplant. Das beschert der Gemeinde Weiding mehrere Baustellen, bis am 19. April hoher Besuch vor der Türe steht.

Die Außenrenovierung der Pfarrkirche Sankt Nikolaus beschäftigte bei der jüngsten Sitzung die Gemeinderäte und Bürgermeister Manfred Dirscherl. Denn für Sonntag 19. April, wird Bischof Rudolf Voderholzer in der kleinsten Kommune des Landkreises erwartet. Im Aufenthaltsraum des Feuerwehrhauses gab es dazu eine Reihe von Informationen.

Mit Kindersegnung

Bürgermeister Dirscherl wartete bei der Gemeinderatssitzung mit einer Einladung seitens der Kirchenverwaltung auf. Zum Abschluss der Außenrenovierung der Pfarrkirche steht nämlich ein Besuch des Bischofs an. Der Terminplan für diesen Tag steht bereits: Nach einem Treffen um 9.15 Uhr vor der Kirche folgt gegen 9.30 Uhr der Empfang von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer durch die Pfarrei und den Bürgermeister. Nach der Gelegenheit zur Begegnung beginnt der Einzug in die Kirche zur um 10 Uhr beginnenden, feierlich gestalteten Pontifikalmesse.

Anschließend erläutert ein Architekt die Baumaßnahme. Auch eine Kindersegnung ist geplant. Der Bischof soll sich außerdem in das Goldene Buch der Gemeinde eintragen. Allerdings ist die Renovierung auch etwas teuerer geworden als vorgesehen. Für das Gremium stand nun die nachträgliche Genehmigung der von 3400 Euro auf 6427 Euro gestiegenen Kosten für die Instandsetzung der Treppenstufen zur Kirche an. Ausgeführt hatte den Auftrag die Firma Flöttl aus Schönsee. Auch diese Arbeiten an der Westseite der Kirche waren Bestandteil der Renovierung. Einstimmig billigte das Gremium die Mehrausgaben.

Weiter wurde beschlossen, den Auftrag für eine Granitstützmauer zwischen dem Gehweg an der Staatsstraße und der Kirche an die Firma Heimerl zum Angebotspreis von 9801 Euro zu vergeben. Die ursprünglich vorgesehene Anbringung von Gabionen war nicht genehmigt worden.

Bürgermeister Manfred Dirscherl informierte schließlich noch über die Summe von 9396 Euro, die beim Ausschneiden von Gehölz fällig wurde. Durch den Erlös aus dem Brennholzverkauf (4430 Euro) konnte der Betrag auf 5746 Euro reduziert werden.

Künftig aus Metall

Probleme kündigen sich beim Winterdienst durch den Landkreis auf den Gemeindestraßen an. Das Holzgeländer über den Bach beim Anwesen Scheiterer wird noch einmal repariert, bevor es künftig durch ein Metallgeländer ersetzt werden soll. Die bereits im Vorjahr vergebenen Asphaltierungsarbeiten in den Gemeindestraßen werden zu den vereinbarten Konditionen ausgeführt, weitere Schäden sollen reklamiert werden.

Beim Kriegerdenkmal wird versucht, durch einfache Maßnahmen die Verlagerungen der Stufen zu verhindern, bevor eine kostspielige Erneuerung der Fundamente vorgenommen wird. Sorgen bereitet auch der Altar in der Setterlkapelle. Schreinermeister Waldemar Huber hat ihn ausgebaut und dabei massiven Holzwurmbefall festgestellt. Die erforderlichen Gegenmaßnahmen in Handarbeit dürften kostspielig werden. Wie einem Aushang entnommen werden kann, sucht die Gemeinde einen weiteren Arbeiter. Da das Gremium nicht vollzählig war, wurde eine Entscheidung über die von Georg Dirscherl beantragte Straßenlaterne an der Hannesrieder Straße vertagt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Weiding (1010)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.