Marsatmosphäre analysiert
Dünne Luft

Eine neue Luftanalyse vom Mars stützt die Vorstellung, dass der Rote Planet den Großteil seiner Atmosphäre bereits vor rund vier Milliarden Jahren verloren hat. Das berichten im US-Fachjournal "Science" zwei Forscherteams nach Auswertung der Daten des Marsrovers "Curiosity" (Neugier). Der Mars ist wie die Erde vor rund 4,5 Milliarden Jahren entstanden. Mit knapp 7 Millibar entspricht der Druck seine Atmosphäre einem 150stel des irdischen Luftdrucks. Forscher gehen davon aus, dass der Rote Planet einst eine viel dichtere Lufthülle besaß.

Die Forscher bestimmten die relative Häufigkeit verschiedener Varianten (Isotope) der chemischen Elemente Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff in der Marsatmosphäre. Dabei ähneln die jetzt gemessenen Isotopenverhältnisse denen aus dem rund 3,9 Milliarden Jahre alten Marsmeteoriten ALH 84 001, was für einen katastrophalen Atmosphärenverlust bereits vor dieser Zeit spreche, schreiben Forscher um Chris Webster vom California Institute of Technology in Pasadena. (dpa)
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