Martin Kohl und Tochter Franziska berichten über Nepal - Klasse M 8 der Markus-Gottwalt-Schule ...
Hilfe für die Ärmsten der Ärmsten

Das schwere Erdbeben in Nepal geht Martin Kohl sehr nahe. Im April dieses Jahres starben in dem Himalaya-Staat durch die Naturkatastrophe viele Tausend Menschen. Die Verwüstungen im Land sind unbeschreiblich. Auch für den Kirchenthumbacher ein Drama. Fünf Jahre hatte Martin Kohl mit seiner Familie im Land verbracht.

Als junger Ingenieur und Entwicklungshelfer baute er mit am bescheidenen Fortschritt des Landes, an einem neuen, hygienisch besserem Nepal. Kanäle, Kläranlagen, Wasserleitungen mit sauberem Gletscherwasser aus dem Hochgebirge und die Restaurierung berühmter Tempelanlagen - Martin Kohl war Helfer in der Not. Nun ist die Armut noch größer.

Helfen beim Wiederaufbau

Seit dem Erdbeben liegt seine geliebte Tempelstadt Bhaktapur zu 70 Prozent in Schutt und Asche. Nur durch die zeitigen Sicherungsmaßnahmen der Entwicklungshelfer stehen noch die zum Weltkulturerbe zählenden Schätze. Seitdem will Martin Kohl wieder angreifen. Viele Menschen stehen vor dem Nichts. Deshalb will Kohl in Zusammenarbeit mit der Deutschen Entwicklungshilfe ehrenamtlich helfen und sich am Wiederaufbau beteiligen. In der Heimat hat er den Verein "Hilfe für Bhaktapur" gegründet.

Über diesen Verein unterstützt auch die Markus-Gottwalt-Schule die Aufbauhilfe. Nicht durch eine große Spende, sondern eher, um die Not der Menschen ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken, wie Klassenlehrer Martin Schmid (M 8) betonte.

Einfallsreich war die Aktion. Unterstützt von Gabriele Stöckl, Fachlehrerin für Soziales, verkaufte die Klasse an ihre Mitschüler 200 Pizzasemmeln. Umfangreich war die Vorbereitung. Nach dem Einkauf eines reichen Lebensmittel-Sortiments, von Schinken, Paprika und Käse bis zu einer geheimnisvollen Gewürzmischung ging es ans Backen. In der Schulküche entstanden knusprige Leckereien. Als "Pausenbrot" fanden die herzhaften Pizzasemmeln reißenden Absatz. Bescheidene 100 Euro betrug zwar nur der Reingewinn. "Aber wir wollten ein Zeichen zur Unterstützung der Kinder in Nepal setzen", war sich die Klasse einig.

40 Euro für 10 Menschen

Den Geldbetrag nahmen Martin Kohl und Tochter Franziska dankbar in Empfang. Mit ihrem Dank verbanden sie Informationen über den Wiederaufbau der zerstörten Dörfer und Städte, über den Lebensalltag und über die Notversorgung der Bevölkerung. "Mit 40 Euro im Monat kann eine zehnköpfige Familie überleben", berichtete Franziska Prösl.
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