Maßstab auch fürs Navi

Bei den topographischen Daten, die Werner Schäffer für das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung erfasst, ist der Maßstab 1: 25 000 relevant. Insgesamt 15 Gebietstopographen gibt es in Bayern. Sie sind als Einzelkämpfer unterwegs und treffen pro Jahr nur bei einer Fortbildungswochen in München aufeinander. Ihr Areal endet jeweils mit dem Rand der Karten, für die sie zuständig sind. Punkte, Linien und Flächen müssen sie jährlich abschnittsweise der Realität neu anpassen. Luftbilder, die allerdings nur alle drei Jahre erneuert werden, und eine digitale Geländekarte helfen beim Abgleich. Im Winter ist die Arbeit der Topographen allerdings nur auf geräumten Straßen möglich, das mildere Naabtal spart sich Topograph Schäffer deshalb für die kältere Jahreszeit auf, während im Sommer die Grenzregion an der Reihe ist. Etwa 40 000 Kilometer ist er pro Jahr in seinem Gebiet unterwegs, täglich werden etwa 50 Stellen korrigiert. Auch die Navi-Hersteller sind an diesen Daten interessiert, die sie - je nach Rentabilität - beim Landesamt erwerben können. (bl)
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