"Masterplan" für den Landkreis

Unter Federführung von Regionalmanagerin Margit Frauenreuther, Dr. Wolfgang Weber und Professor Dr. Reiner Anselstetter (von rechts) von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden ist das Kreisentwicklungskonzept entstanden. Gemeinsam übergaben sie den 58-seitigen "Masterplan" an Landrat Andreas Meier. Bild: bgm

Sieben Regionalkonferenzen, eine Zukunftswerkstatt, 275 Bürger und 175 Projektideen - das Kreisentwicklungskonzept soll den Landkreis in eine rosige Zukunft führen.

Neustadt/WN. (bgm) Das Förderprogramm Leader der Europäischen Union steht unter dem Motto Bürger gestalten ihre Heimat. Die Projektideen, die für den Förderantrag in einer regionalen Entwicklungsstrategie zusammengefasst werden, sollen direkt von den Bürgern kommen.

175 Anregungen

Das ist auch ganz im Sinne von Landrat Andreas Meier: "Wir wollten nicht in Amtsstuben irgendwelche Konzepte entwickeln und dann den Bürgern überstülpen." Um die Sammlung der Ideen kümmerten sich federführend Regionalmanagerin Margit Frauenreuther, die Professoren Dr. Reiner Anselstetter und Dr. Wolfgang Weber von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (OTH).

In sieben Regionalkonferenzen im Juni und Juli 2014 und einer abschließenden Zukunftswerkstatt brachten 275 Bürger 175 Projektideen für die Entwicklung des Landkreises ein. Nur ein Teil davon, zum Beispiel Ideen aus dem Bereich Energiewende, kleine und mittlere Unternehmen oder Bildung und Demografie, fördert die EU über das Leader-Programm. Die vielen anderen guten Anregungen sollen aber nicht verloren gehen. "Wie strukturieren wir die restlichen Ideen?", erinnerte Professor Anselstetter an die anfängliche Fragestellung. Das Kreisentwicklungskonzept war die Lösung. Als "Handlungsleitfaden" für die politischen Entscheidungsträger bezeichnete Dr. Weber das 58 Seiten starke Werk. "Möglicherweise ist es ein Masterplan, um die kommenden Jahre anzugehen."

Bei den zentralen Handlungsfeldern ganz oben stehen die Themen Infrastruktur und Standortsicherung. "Schnelles Internet ist der Standortfaktor", betonte Weber die Bedeutung einer schnellen Internetverbindung für Unternehmensgründungen."Ein guter Laptop, eine tolle Idee und ein leistungsfähiger Internetanschluss, dann kann es losgehen." Regional orientierte Infrastruktur und Standortsicherung spielen ebenfalls eine tragende Rolle. Auch Immobilienmanagement, Revitalisierung von Ortskernen stehen ganz oben.

Zoigl und Radeln vorne

Jenseits aller wirtschaftlichen Aspekte ist den Landkreisbürgern die regionale Identität wichtig. Neben dem "Alleinstellungsmerkmal Zoigl" ist der Ausbau der Radwegeverbindungen eines der bei den Bürgerbeteiligungsveranstaltungen am meisten genannten Leitprojekte.
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