Mehr als 12 000 Euro eingespielt

Das Collegium Musicum aus Hersbruck begleitete den Fürnrieder Kirchenchor bei einigen Liedern und steuerte auch eigene Beiträge zum Abschlusskonzert des Benefizreigens bei. Bilder: fm (2)

Die Sanierung des evangelischen Gemeindehauses in Fürnried hat noch nicht begonnen, aber viele helfen schon fleißig mit. Mit ihrem "Benefizreigen" stemmten die Dorfbewohner einen bemerkenswerten Kraftakt, der die Eigenmittel der Kirchengemeinde stärkt.

Ein halbes Jahr gedrängt voll mit 14 musikalischen Schmankerln - das muss ein anderes Dorf den Fürnriedern erst einmal nachmachen! Der Benefizreigen diente zum einen dem Zweck, für die Sanierung des evangelischen Gemeindehauses Geld zu sammeln. Zum anderen drückte er das Gefühl der Zusammengehörigkeit in der Gemeinde aus. Das Abschlusskonzert unterstrich dies noch einmal.

In der St.-Willibaldskirche fanden sich viele Zuhörer ein, um Lieder und Instrumentalstücke der heimischen Gruppen und der Gäste vom Hersbrucker Collegium Musicum zu genießen. Darüber freute sich Pfarrer Andreas Utzat und machte gleich die Bühne frei für eine Kindergruppe. Nach den Kleinen stimmte der Männerchor ein Winterlied an. Seine Leiterin Sandra Maderer dirigierte auch den gemischten Multichor.

Proberäume für Musiker

Auf die "Geburtsstunden" des Benefizreigens blickte Jochen Kellner-Bodendörfer zurück. Die Musikgruppen und Chöre handelten nicht ganz uneigennützig, wie er zugab. Der Wegfall der Räume im Gemeindehaus erschwerte ihren Probenbetrieb. Um die Sanierung voranzubringen und die Eigenmittel der Kirchengemeinde zu stärken, stellten sie eine Konzertreihe zusammen.

Vielfalt macht Spaß

Als Nächste nahmen die Streicher des "Collegiums Musicum" ihre Instrumente zur Hand und begleiteten die Sopranistin Bianca Kölbel bei klassischen Soloarien. "Seit fast 20 Jahren komme ich immer wieder gerne ins Birgland zu Chor- oder Orchesterkonzerten", betonte die Dirigentin Susanne Pflaumer. "Es macht Spaß, diese Vielfalt von musikalischer Präsenz zu erleben."

Dazu gehört der von ihr geleitete Kirchenchor, der a-capella und mit den Streichern zwei Adventslieder sang. Einen Kontrast setzten die Damen der Gruppe "Feel the gang". Die Leiterin Jana Pickel sowie die Solistinnen Tanja Päßler und Katrin Heidner unterlegten ihre modernen Liedsätze mit einem ansteckenden Rhythmus und Klatschen.

Parole: "Aushalten!"

Für die Sanierung des Gemeindehauses wählte Pfarrer Andreas Utzat die Parole "Aushalten!". Das kirchliche Bauamt in Ansbach genehmigte die Innenarbeiten in drei Bauabschnitten, von denen der erste in absehbarer Zeit mit einem Aufwand von 115 000 Euro anlaufen kann. Zuschüsse und Eigenleistungen der Kirchengemeinde decken diese Kosten ab.

Ein Quartett dankte mit "Das ist wunderbar" für viele Spenden. Für sie standen "Bausteine" aus Kartons. Kinder stapelten sie bei Nennung von 14 Konzerten und anderen Veranstaltungen auf. Sie reichten vom Muttertagskonzert am 11. Mai bis zum Wirtshaussingen am 15. November. Dabei kamen 12 364 Euro zusammen.

Mitgewirkt im Benefizreigen haben Kirchenchor, Posaunenchor, Männerchor und Männergesangverein, das Collegium Musicum, "Feel the gang", das Kinderorchester, der Obst- und Gartenbauverein, das Kindergottesdienstteam und als Solisten Bianca Kölbel und Sonja Prillwitz (Gesang), Martin Hufnagel (Orgel), Sandra Maderer (Violine) sowie Anni Weber (Führung).

Großzügige Spender

Doch damit nicht genug: Pfarrer Utzat nannte mit weiteren Spenden und kirchlichen Einnahmen eine Gesamtsumme von rund 50 000 Euro als Beitrag zur Sanierung. Zudem haben etliche Freiwillige ihre Mitarbeit angeboten. All den engagierten Gemeindegliedern und Gruppen dankte der Geistliche und lud zu einem Beisammensein im Freien bei Glühwein und Plätzchen ein. Fotos aus den einzelnen Veranstaltungen warf ein Beamer an die Kirchenwand.
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