Mehr als ein Sanierungsfall

Das im Jahre 1963 eingeweihte Weidinger Volksschulgebäude, in dem 2007 der Schulbetrieb eingestellt wurde, bietet jetzt viele Möglichkeiten für Vereine, sorgt aber auch für Probleme und steht nun zur energetischen Sanierung an. Bild: gl

An einer Nachrüstung der neuen Kläranlage führt kein Weg vorbei. Doch was dem Gemeinderat nun als Kostenschätzung vorlag, war als "unverantwortlich hoch" schnell vom Tisch. Und die Kläranlage ist nicht der einzige Sanierungsfall.

Bürgermeister Manfred Dirscherl und die Gemeinderäte waren in Sachen Kläranlage mit einer gewaltigen Summe konfrontiert. Die erforderliche Nachrüstung erwies sich als drohendes Finanzproblem am Horizont. Das Ingenieurbüro Pledl aus Bischofsmais hatte für die Kläranlagen-Sanierung Kosten in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro errechnet.

Das habe eine nicht zu verantwortende durchschnittliche Belastung von etwa 5000 Euro pro Anwesen zur Folge, so der Tenor im Gemeinderat. Da bei diesen Pläne keine kostengünstigere Variante möglich war, soll nun eine Neuausschreibung vorgenommen werden. An einer Nachrüstung wird aber kein Weg vorbeigehen, das war den Mitgliedern im Gremium klar.

Entsorgung gesichert

Immerhin zeichnet sich eine Lösung für die Klärschlammentsorgung ab. Um künftige Probleme abzuwenden, wurde beschlossen, sich nun doch dem bereits auf Landkreisebene gegründeten Zweckverband zur thermischen Verwertung anzuschließen. Die Einlage von 3000 Euro bei dem dazu gegründeten Zweckverband ist mit einem Stimmrecht verbunden. Die Kosten einer Trocknung und anschließenden Verbrennung sind noch nicht bekannt, aber eine Abnahme werde zugesichert, hieß es.

Die Kläranlage ist allerdings nicht das einzige Projekt, dass der Gemeinde unter den Nägeln brennt. Fördermittel in Sichtweite gibt es immerhin über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Integrierte Räumliche Entwicklung (IRE). Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, die energetische Sanierung des ehemaligen Schulgebäudes als Projekt zu verfolgen.

Zustimmung gab es in diesem Zusammenhang zur Beauftragung des Büros "UMS". Weitere kleinere Objekte seien möglich, hieß es bei der Sitzung.

Umfangreich gestaltete sich auch die Debatte über die Nutzung des Schulgebäudes. Dem Gemeinderat lag ein Antrag der Senioren zur Mitbenutzung des Jugendraumes in der ehemaligen Schule vor. Die Gemeinderäte stimmten dem zu.

Nur mit Ansprechpartner

Bürgermeister Dirscherl erinnerte an einen Vertrag mit einem früheren "Jugendtreff" mit entsprechender Hausordnung und bemängelte eine fehlende Ansprechperson. Der Raum sei inzwischen kurzfristig von interessierten Jugendlichen und der Gemeinde entrümpelt und instandgesetzt worden. Künftiger Bedarf mit Nennung einer verantwortlichen Aufsichtsperson sei der Gemeinde zu melden.

Besichtigung geplant

Ebenfalls um das Schulgebäude ging es bei einem Hinweis vom Ingenieurbüro Schönberger über Fördermöglichkeit für ehemalige Schulgebäude. Weiding erfülle allerdings nicht alle Voraussetzungen für eine 90-prozentige Förderung. Zunächst ist nun eine Besichtigung geplant. Schließlich geht es auch darum, die Kosten für eine energetische Sanierung zu ermitteln.
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