Mehr Babys im Landkreis

wl1601geburten_grafikneu.jpg

Im Landkreis kommen wieder mehr Kinder zur Welt. 721 Geburten bedeuten gegenüber 2013 ein Plus von 5,6 Prozent. Das sind auf 1000 Einwohner rund 7,5 Geburten. Spitzenreiter ist Grafenwöhr, Schlusslicht ist Flossenbürg.

Neustadt/WN. (ms) Mit diesen erfreulichen Zahlen hat der Kreis im vergangenen Jahr die negative Entwicklung gestoppt. 2013 hatten nur 683 Buben und Mädchen das Licht der Welt erblickt, 2012 waren es noch 726. Von der Rekordzahl 1075 im Jahr 1996 ist man allerdings meilenweit entfernt.

Keine Amerikaner

Trotz eines kleinen Minus' (4) meldet Grafenwöhr wie schon im Vorjahr die meisten Geburten, nämlich genau 50. Und das sind alles Grafenwöhrer Kinder, denn die US-Bürger sind bei der Statistik nicht enthalten, da sie keine Meldepflicht haben, erklärt Sabrina Wächter-Sollfrank aus dem Standesamt.

Neustadt: 14 Babys mehr

Mit 48 Neugeborenen - das sind 4 oder 9,1 Prozent mehr als im Vorjahr - rangiert Vohenstrauß, die größte Stadt im Landkreis, wieder auf Rang 2. Einen Riesensatz nach vorne hat die Kreisstadt gemacht: von 31 auf 45 Geburten. Das sind stolze 45,2 Prozent.

Prozentual den Vogel schossen allerdings Vorbach und Kirchendemenreuth ab: Beide verdoppelten die Geburtenzahlen: jeweils von 5 auf 10. Die Ausweisung von neuen Baugebieten wirkt sich jetzt auch in Irchenrieth aus. 15 statt 8 Babys bedeuten ein Plus von 87,5 Prozent.

Insgesamt verzeichnen 18 Kommunen ein Plus, aber genauso viel auch ein Minus. Georgenberg und Pirk halten schon seit drei beziehungsweise vier Jahren die Zahl ihrer neuen Erdenbürger konstant.

Zahlenmäßig den größten Einbruch muss Altenstadt/WN verschmerzen. In der Weidener Nachbargemeinde ging die Zahl der Geburten von 43 auf nur noch 31 zurück. Das sind 27,9 Prozent weniger. Mit minus 9 (30 Prozent) folgt Weiherhammer. Prozentual den größten Aderlass muss Flossenbürg mit 50 Prozent weniger hinnehmen. 2014 gab es nur noch zwei neue Babys.

Es geht aufwärts

Wenn man sich die Entwicklung der vergangenen Jahren zwischen Eslarn und Kirchenthumbach betrachtet, besteht Grund zu Optimismus. Elf Jahre lang, von 1998 bis 2008, waren die Geburtenzahlen konstant nach unten gegangen. Seit 2009 zeigte die Kurve immerhin schon vier Mal nach oben - entgegen aller Prognosen. Nur zwei Jahre, 2001 und 2013, waren negative Zahlen zu verschmerzen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.