Mehr Bauplätze müssen her

Die Einwohnerzahlen in Neukirchen gingen in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurück. Ob dies mit der Ausweisung von Grundstücken für Bauwillige gestoppt werden kann, darüber will der Gemeinderat in der nächsten Sitzung beraten.

Die zukünftige Entwicklung in der Städtebauförderung war im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung im Rathaus ein heiß diskutiertes Thema - obwohl es nicht auf der Tagesordnung stand. Eine abschließende Entscheidung trafen die Räte allerdings nicht.

Jugendbeirat erwünscht

Einig war sich das Gremium, dass das Thema Jugendbeirat verstärkt angepackt werden sollte. Ohne Einwände leitete der Gemeinderat den Bauantrag von Bertram Lutter, Neukirchen, durch einen Nutzungsänderung des Dachgeschosses einen externen Zugang über den Balkon zu ermöglichen, an das Landratsamt als Genehmigungsbehörde weiter.

Die Einwohnerzahlen in Neukirchen seien in den vergangenen 13 Jahren kontinuierlich zurückgegangen, stellte die CSU-Fraktion in einem Antrag fest. "Der Gemeinderat sollte sich im April oder Mai mit dem Thema ,Bauen in Neukirchen' beschäftigen", empfahl Fraktionsvorsitzender Peter Achatzi. Das in Planung befindliche gemeindeeigene Baugebiet am Raiffeisengelände sei aufgrund der geringen Kapazität keinesfalls ausreichend, um den Bedarf an Grundstücken zu decken und damit den Bevölkerungsrückgang entscheidend zu bremsen.

Die Gemeinde sollte bald eine Auswahl an Grundstücken in unterschiedlicher Größe und Lage Bauwilligen bieten. Gleichzeitig forderte die CSU den Bürgermeister auf, im Vorfeld zusammen mit dem "TeamBüro Markert" die entsprechende Gemeinderatssitzung vorzubereiten und betroffene Grundstückeigentümer zu kontaktieren.

Wohnen in Betracht ziehen

In einem weiteren Antrag sprach sich die SPD-Fraktion dafür aus, bei der Prüfung von künftigen Bauflächen, eine Nachfolgenutzung für das bisherige Feuerwehrgelände mit einzubeziehen. Komme dabei eine gewerbliche Nutzung nicht zustande, sollte auch eine Wohnbebauung in Betracht gezogen werden, schlug Fraktionsvorsitzender Christian Beyer vor. Während der Antrag der CSU einstimmig beschlossen wurde, votierte ein Gemeinderat gegen den Vorschlag der SPD.

Pläne für Feuerwehrhaus

Der Vorentwurf für das neue Feuerwehrhaus werde zusammen mit dem Gemeinderat und der Feuerwehr vom Planungsbüro Thiel/Holzinger vorgestellt, teilte Bürgermeister Winfried Franz mit. Eine weitere Bekanntgabe betraf die Breitbandförderung. Danach seien die zwei eingegangenen Angebote noch nicht abgeschlossen. Die Bietergespräche müssten mit der Zielvorgabe geführt werden, eine möglichst flächendeckende Breitbandversorgung zu erreichten. Jugendbeauftragter Michael Rösel informierte über die Aktivitäten des Jugendbeirats in Königstein und regte an, zu überlegen, inwieweit dies auch in Neukirchen möglich wäre. Das Gremium schloss sich dieser Meinung an, sprach sich aber auch dafür aus, gleichzeitig ein eigenes Konzept, inhaltlich und finanziell, für einen Jugendbeirat zu entwickeln.

Antrag gestellt

Ein weiteres heiß diskutiertes Thema war die Städtebauförderung. Der Antrag an die Bezirksregierung sei gestellt, aber noch nicht genehmigt, gab der Bürgermeister bekannt. Reichen die bisherigen vorgeschlagenen Projekte aus oder müsse der Antrag noch mit einen größeren Vorhaben erweitert werden? Und wie sollte die Gemeinde reagieren, wenn der Jahresantrag wie im Vorjahr wiederum abgelehnt werde?

Bevor sich der Gemeinderat ein abschließendes Urteil bilde, werden noch weitere Informationen eingeholt, lautete das Resümee der Räte.
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