Mehr Feldgeschworene

Ein Feldgeschworener ist ausgeschieden. Jetzt ist die Gemeinde Schwarzach in die Vollen gegangen und hat deren Zahl spürbar erhöht.

Wegen Vorliegen wichtiger Gründe entband der Gemeinderat Ludwig Forster von seinem Amt. Bürgermeister Alois Böhm dankte für den "vorbildlichen Einsatz für die Öffentlichkeit". Forster wurde am 24. September 1973 zum Feldgeschworenen vereidigt und nahm am 29. April 2013 die Ehrenurkunde des Bayerischen Finanzministers Markus Söder, für 40 Jahre verdienstvolles Wirken als Feldgeschworener entgegen, blendete das Gemeindeoberhaupt zurück. Zu dieser langjährigen, herausragenden ehrenamtlichen Tätigkeit habe er im Namen des Gemeinderats Forster eine besondere Anerkennung ausgesprochen.

Flächengemeinde

Acht Personen erklärten sich zur Übernahme dieses Ehrenamtes bereit. Aktuell sind mit Hans Wagner (Schwarzach) und Martin Müller (Altfalter) nur noch zwei Feldgeschworene im Amt. Das geltende Recht sieht als Mindestzahl vier Feldgeschworene vor, gestattet aber eine Anhebung über sieben hinaus. Auf schriftliche Anhörung des Vermessungsamtes besteht mit der begründeten Erhöhung - Schwarzach ist eine Flächenkommune - Einverständnis. Das Gremium stimmte für neun Feldgeschworene.

Nur bei Bedarf

Alle sieben Bewerber wurden zur Nachwahl vorgeschlagen. Franz Herrmann zog seinen Antrag zurück, da er sich nur bei Bedarf zur Verfügung stellen wollte. Andreas Schrott, Becknhof 1, Bartholomäus Schwarz, Im Johannesacker 12, Alfred Wegerer, Eichelbergstraße 10 a (alle Altfalter), Anton Herrmann, Untere Dorfstraße 6 (Schwarzach), Anton Kiener sen., Konhofer Weg 2 (Unterauerbach), Thomas Fritsch; Weiding 13 (Weiding) und Sigmund Bartmann, Bahnhofstraße 2 (Wölsendorf). In geheimer Wahl erhielt jeder Bewerber die erforderlichen Stimmen. Die Wahl eines Obmanns und seines Stellvertreters obliegt den Feldgeschworenen.

Die zwölf Mitgliedsgemeinden - Thanstein ist ausgeschieden und Gleiritsch eingetreten - der bisherigen LAG Brückenland Bayern-Böhmen setzten sich die Überführung in eine integrierte ländliche Entwicklungsregion zum Ziel. Die LAG erteilte bereits dem Büro "u.m.s., Leipzig", und Landschaftsarchitekten Gottfried Blank den Auftrag für die Anfertigung eines integrierten ländlich städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ILSEK). Diese Planung bildet die Grundlage, um sowohl Gelder aus dem Topf für ländliche Entwicklung als auch Städtebaufördermittel einzustreichen.

Vier Handlungsfelder

Zunächst fanden 2014, so Böhm, mit den Bürgermeistern und Gemeinderäten Abstimmungsgespräche statt. In mehreren Workshops beteiligte sich die Bevölkerung im Frühjahr 2015 bei Bestandsaufnahme, Analyse und Definition der Entwicklungsziele. Die Ausformulierung umfasst 140 Seiten. Der Bürgermeister erläuterte das ILSEK auszugsweise.

Die Entwicklungsziele gliedern sich in vier Handlungsfelder: Wirtschaft und Tourismus - Kultur(erbe) und Soziales - Landschaft, Landwirtschaft und Energie sowie überregionale und transnationale Zusammenarbeit. Für die Hauptorte der Gemeinden wurden Entwicklungsziele definiert, beispielhaft in einem Schaubild verdeutlicht für Schwarzach.

In der Gemeinde soll der Wert der Schwarzachauen betont werden. Breitbanderschließung und Flurwegebau wären weitere Betätigungsfelder. Der Gemeinderat billigte das vorgelegte ILSEK. Nach einer Pause werden die Sanierungsarbeiten an dem stillgelegten Verbundbergwerk "Marienschacht/Johannesschacht" fortgesetzt, gab der Bürgermeister bekannt. Die Gemeinde gestattet die Benutzung des Feldweges Flurnummer 1044. Der benötigte Abschnitt wird für die Bauarbeiten aufgeschottert. Der Ausbau bleibt nach Abschluss bestehen.
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