Mehr Kapazität für Ökostrom

Umleitungen in einem stark befahrenen Teil der Hauptstraße nerven zurzeit alle, die in Neukirchen unterwegs sind. Dahinter stecken Bauarbeiten, die den Ortsbewohnern einige Vorteile bringen. Und der Energiewende auch.

Das Bayernwerk verlegt augenblicklich zwei Mittelspannungskabel bis zum Schalthaus beim Seniorenheim Weißenstein. Es handelt sich um die letzte Etappe einer größeren Baumaßnahme, die Neukirchen besser an das Umspannwerk in Sulzbach-Rosenberg anbindet. Damit will der Netzbetreiber die Versorgungssicherheit des Orts stärken, betonte Katja Lindner als Leiterin des Netzcenters Weiden bei einem Baustellenbesuch. Das Bayernwerk lasse sich das heuer 650 000 Euro kosten.

Bürgermeister Winfried Franz und Bauamtsleiter Manfred Stollner hörten es gerne, dass die Umleitung und der Ampelbetrieb nicht mehr lange dauern werden. Erfreut registrierten sie auch den Vorteil einer höheren Aufnahmefähigkeit des Netzes für Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Bisher speisten rund 250.000 Photovoltaikanlagen im gesamten Netz des Bayernwerks ungefähr 60 Prozent der Stromerzeugung ein.

Auf dem Gemeindegebiet sind bis dato bereits fünf Kilometer der neuen Leitung verlegt. Für die Arbeiten an der Kreuzung der Bahnlinie Nürnberg - Weiden wird ein Felsbohrgerät nötig. Dieses kommt allerdings erst im nächsten Jahr zum Einsatz, wenn dann das Bayernwerk dann auch sein Schalthaus erweitert.

Eine weitere Aufgabe erwartet Projektleiter Klaus Übler mit der Verkabelung der Doppelfreileitung in Richtung Etzelwang. Die leistungsfähigere Verbesserung ersetzt fünf Stahlmasten und 1650 Meter Freileitung. Dazu kommt ein drittes Kabel für den Ortsring Neukirchen. Anschließend kann die bisherige Freileitung von der Station am Weißenstein in Richtung Ziegelhütten mit drei Holz- und zwei Stahlmasten sowie 660 Metern Freileitung abgebaut werden.

Bürgermeister Winfried Franz begrüßte die Maßnahmen. Auch die Vergabe an einen regionalen Baubetrieb sei erfreulich. Bei den Grabungsarbeiten habe sich die Firma Rubenbauer aus Kümmersbruck mit den betroffenen Grundeigentümern verständigt und alles gut geregelt. "So wird dem Stromversorgungsbereich eine gute Zukunft bereitet", glaubt Franz.
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