Mehr Tilgung als neue Schulden

Auch die Kläranlage Geiselhof bei Freudenberg ist in die Jahre gekommen. Hier stehen Sanierungen an. Dies wird im Haushalt der Gemeinde berücksichtigt. Bild: wsb

Einstimmig nahm der Gemeinderat Freudenberg den von Kämmerer Richard Zweck vorgelegten Haushalt für das laufende Jahr an. Der Gesamtetat hat ein Volumen von 9 841 287 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird sich bei 1345 Euro einpendeln. Viel Geld muss beim Straßen- und Wegebau in die Hand genommen werden.

(sche) Als Grundlage für die Ansätze im Verwaltungshaushalt dienten, so Bürgermeister Alwin Märkl, die Vorgaben des vergangenen Jahres. Der Verwaltungshaushalt erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 486 055 Euro. Die Personalausgaben wurden tarifgemäß angehoben.

Der Plan für die Zuführung zum Vermögenshaushalt hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 214 510 Euro auf 932 195 Euro gesteigert. Haupteinnahmefaktoren sind die Einkommensteuer, Umsatzsteuer und die Schlüsselzuweisungen. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B wurden unverändert mit 320 v. H. angesetzt. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer beträgt unverändert 380 v. H. Geprägt wird der Vermögenshaushalt 2015 von den Investitionen. Bei neuer Schuldenaufnahme von 200 000 Euro sollen Tilgungen in Höhe von 284 900 Euro erfolgen. Die Pro-Kopf-Verschuldung bei 4246 Einwohnern beträgt zu Beginn des Haushaltsjahres 1304,01 Euro und wird sich voraussichtlich zum Ende des Jahres auf 1345,84 Euro einpendeln.

Schwerpunkte der kommenden Jahre nach dem Investitionsplan sind unter anderem der Bau von Abwasser- und Wasserversorgungsanlagen, die Sanierung der Kläranlagen, die Dorferneuerungsmaßnahmen, Kanal- und Ortskernsanierungen sowie weitere Feuerwehrfahrzeuge.

Ohne Gegenstimme

Die Fraktionssprecher Peter Göbl (CSU), Gerhard Dotzler (SPD) und Johann Gebhard (FW) hatten einige Anmerkungen zu den Ausführungen zu machen, waren sich aber einig, einen soliden, realistischen Haushalt vor sich zu haben. Den Vorlagen des Haushalts- und Investitionsplans, dem Finanzplan und der Haushaltssatzung stimmten sie zu.

Erfreulich für alle war es, dass sie die Planungsunterlagen frühzeitig in Händen hatten und somit in den Fraktionen ausführlich behandeln konnten. Lediglich Gerhard Dotzler (SPD) wollte mehr von der Personalkostenentwicklung der Gemeinde erfahren, da ihn bereits des Öfteren Bürger auf die ihnen vermeintliche Problematik hingewiesen hätten (Zum Thema )
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