Mehrheit für den einfachsten Weg
Reaktion

Waldershof. (pz) "Ich bedauere es persönlich am allermeisten, dass die Bürgervorschläge für die Gestaltung des Kreisverkehrs im Waldershofer Stadtrat keine Mehrheit gefunden haben", nahm Bürgermeisterin Friederike Sonnemann am Wochenende zu dem Beschluss (wir berichteten) Stellung. Der Wettbewerb habe dazu dienen sollen, aus den Reihen der Bevölkerung Vorschläge zu erhalten, über die die Bürger selbst abstimmen konnten. "Das ist bekanntermaßen auch so passiert."

Sowohl im Internet als auch im Rathaus seien Stimmen abgegeben worden. "Am Ende war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen zwei Vorschlägen mit einem knappen Sieg für den Vorschlag eines Springbrunnens." Sonnemann weiter: "Ich hätte es mir persönlich sehr gewünscht, dass eine Mehrheit im Stadtrat das Ergebnis des Wettbewerbs akzeptiert und die Umsetzung in die Wege leitet." Im Stadtrat habe es aber mehrheitlich keine Bereitschaft gegeben, einen Vorschlag umzusetzen, der vorher noch vom Stadtrat für die Teilnahme am Wettbewerb freigegeben worden sei. "Stattdessen gab es eine Mehrheit für den einfachsten Weg. Das Bauamt übernimmt die Gestaltung und die Kosten." Die Bürgermeisterin hält diese Mehrheitsentscheidung für frag- und kritikwürdig. "Hätte der Stadtrat von Anfang an festgestellt, dass man keinen Wettbewerb möchte, hätte man sich das Ganze sparen können."

Vorschläge, an denen nun Kritik geübt werde, hätten vorher ja auch ausgeschlossen werden können, erklärt Sonnemann. Aber nun übergehe die Entscheidung das Ergebnis des Wettbewerbs und enttäusche alle Teilnehmer und deren Unterstützer. "Ich möchte mich deshalb persönlich bei all denjenigen entschuldigen, die am Wettbewerb teilgenommen haben, die fleißig online und im Rathaus abgestimmt haben und die die Idee von Bürgerbeteiligung unterstützen."

Die Waldershofer Bürgermeisterin will sich "... auch in Zukunft dafür einsetzen, dass die Bürgerinnen und Bürger mitreden können."
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