Messlatte liegt nochmals höher

"Jedes Jahr ein neuer Rekord: Die Oberbibracher Männer achten bei der Wahl des Maibaums penibel auf die Größe. Heuer misst der Baum fast 43 Meter. Die Zuschauer erlebten eine Demonstration von Gruppendynamik mit ausgewogener Balance aus Technik und Kraft. Bild: edo
Jedes Jahr auf der Jagd nach einem neuen Rekord: Nachdem die "Biwricher Mai-Buam" 2014 bereits ein stattliches Exemplar mit etwa 42 Metern als Frühlingssymbol auserkoren hatten, knackt der diesjährige Stamm beinahe die 43-Meter-Grenze. Exakt 42,94 Meter zeigten die 22 aneinandergereihten Metermaße. Damit stehen die Chancen nicht schlecht, sich erneut mit dem Titel des "längsten Baums in der Region" schmücken zu dürfen.

"Alles unter 35 Metern kann getrost unter der Kategorie Bonsai angesehen werden", erklärt einer der starken Burschen augenzwinkernd. Knapp eine Stunde benötigten die etwa 20 Mann, um das "Mordsdrum" allein mit Muskel- und Gehirnschmalz in die Senkrechte zu befördern. Bei angenehmen Temperaturen fanden sich viele Einheimische, aber auch einige Auswärtige zu dem alljährlichen Spektakel am Stachus ein und erlebten einen Kampf "Mann gegen Schwerkraft".

Angeführt wurden sie vom neuen Feuerwehrkommandant Martin Biersack, der eine gelungene Premiere bei diesem Einsatz feierte. Im alten Schulhof versorgten derweil Feuerwehr und Motorradclub die Besucher mit kulinarischen Genüssen vom Grill und aus dem Fass. Die Walpurgisnacht verbrachten die etwa 150 Besucher im beheizten Zelt oder am lodernden Lagerfeuer beim Maibaum, wo sich mit fortschreitender Stunde wie von Geisterhand immer mehr Mobiliar ansammelte.
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