Meteorstrom der Perseiden sorgt im August für ein Sternschnuppen-Schauspiel
Nächte für Romantiker

Foto aus HUP-Import
Lokales
Deutschland und die Welt
02.08.2013
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Mitten im Sommer können Frühaufsteher das Wintersternbild Orion entdecken. Am Osthorizont stehen die markanten drei Gürtelsterne des Himmelsjägers. Grafiken: dpa
Den abendlichen Sternenhimmel schmückt der Ringplanet Saturn. Er hält sich gegenwärtig im Sternbild Jungfrau auf. Mit Einbruch der Dunkelheit sieht man Saturn halbhoch in westlicher Richtung stehen. Auch Venus kann am Abendhimmel erspäht werden. In der Abenddämmerung sieht man sie knapp über dem Westhorizont, wo dichte Dunstschichten ihr Licht allerdings stark dämpfen. Bevor es bei uns richtig dunkel wird, ist unser Nachbarplanet bereits untergegangen. Erst gegen Jahresende wird der Planet Venus zu einem auffälligen "Abendstern" werden.

Der nur selten zu sehende Merkur bietet im ersten Monatsdrittel Chancen zur Betrachtung. Der flinke und sonnennahe Planet ist in der beginnenden Morgendämmerung gegen 5 Uhr morgens tief am Nordosthimmel zu erkennen. Nach dem 10. August klappt das aber nicht mehr. Auch der Riesenplanet Jupiter zeigt sich am Morgenhimmel. Seine Aufgänge verlagert er von kurz nach drei Uhr zu Monatsbeginn auf halb zwei morgens Ende August. Sein Aufgang erfolgt im Nordosten, da er gemächlich durch das Sternbild Zwillinge wandert und sich somit in den nördlichsten Bezirken des Tierkreises befindet. Mars erscheint ebenfalls auf der morgendlichen Himmelsbühne. Ein besonders hübscher Himmelsanblick ergibt sich am 3.und 4. August gegen halb fünf Uhr morgens, wenn die schmale Sichel des abnehmenden Mondes sich zu dem Planetentrio Merkur, Mars und Jupiter gesellt. Alle vier Wandelgestirne stehen knapp über dem Osthorizont. In der Nacht vom 26. auf den 27. August kommt Neptun, der sonnenfernste Planet, in Opposition zur Sonne. Neptun ist 30-mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde. Der blaue Planet ist 165 Jahre unterwegs, um die Sonne einmal zu umrunden. Wegen seiner Entfernung ist Neptun so lichtschwach, dass er nur im Fernglas oder Teleskop zu sehen ist.
In den lauen Augustnächten sind besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Sie sind auf den Meteorstrom der Perseiden zurückzuführen. Ihre maximale Aktivität entfalten die Perseiden zwischen dem 10. und 14. August. Der Höhepunkt ist in der Nacht vom 12. auf den 13. August zu erwarten. Dann flammen bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde auf. Die Perseiden strömen aus dem Sternbild Perseus herbei - daher ihr Name. Sie sind Trümmerteile des weitgehend aufgelösten Kometen 109/Swift-Tuttle.

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In diesem Jahr stört auch kein Mondlicht die Beobachtung der Perseiden. Denn am 6. August tritt um 23.51 Uhr die Neumondphase ein. Vollmond wird am 21. August um 3.45 Uhr im Sternbild Wassermann erreicht. Zweimal steht der Mond im August in Erdferne, am 3. mit 405 830 Kilometer und am 31. mit 404 880 Kilometer Distanz. Am 19. August passiert der Mond seinen erdnächsten Bahnpunkt, wobei ihn 362 260 Kilometer von uns trennen.

Den abendlichen Fixsternhimmel dominiert im Westen noch Arktur, Hauptstern im Sternbild des Rinderhirten. Hoch im Süden nimmt das Sommerdreieck seinen Platz ein. Es setzt sich aus den drei hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler zusammen. Wega steht dabei fast senkrecht über dem Beobachter.
Tief im Südwesten krabbelt der Skorpion mit seinem roten Überriesenstern Antares den Horizont entlang. Der Große Wagen verliert an Höhe und befindet sich im absteigenden Teil seiner Bahn um den Polarstern. Die Kassiopeia, bekannt wegen der Sternenanordnung als Himmels-W, steigt im Nordosten empor. Tief im Norden strahlt nah am Horizont die gelbliche Kapella im Fuhrmann. Den Südosten nehmen die lichtschwachen Tierkreisbilder Steinbock und Wassermann ein.

Am Osthimmel ist bereits das Sternenquadrat des Pegasus erschienen, ein Vorbote des kommenden Herbstes. Das Pegasusquadrat wird daher auch Herbstviereck genannt.

Die Sonne wandert am absteigenden Ast entlang ihrer Jahresbahn. Die Tage werden wieder kürzer, im August um knapp zwei Stunden in Hamburg und um gut eineinhalb Stunden in München. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt um neun Grad ab. Am 10. August verlässt die Sonne das Sternbild Krebs und wechselt in das Sternbild Löwe, in dem sie bis zum 16. September bleibt. Am 23. August passiert sie Regulus, den Hauptstern des Sternbilds Löwen. Am 28. August tritt sie in das Tierkreiszeichen Jungfrau, während sie erst am 16. September abends auch in das Sternbild Jungfrau eintritt.
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