MGV-Vorsitzender Günter Hohn sorgt für Unverständnis
Verdruss bei Chormitgliedern

Grafenwöhr. (rgr) Es sollte ein schönes Jahr werden. Schließlich galt es, das 125. Gründungsjubiläum des Männergesangvereins 1890 mit gemischtem Chor zu feiern. Aber nach der Absage des Vorsitzenden Günter Hohn, die er am Vortag des Ehrenabends mit einer Erkrankung begründete, war der Ärger schon programmiert.

Fragen, warum der Kommersabend abgesagt und die Leitung nicht auf Stellvertreterin Brigitta Bernklau übertragen wurde, blieben unbeantwortet: Hohn blieb auch der Generalversammlung am Mittwoch fern. "Der Vorsitzende wusste, dass die Generalversammlung an diesem Datum anberaumt war", sagte Schriftführer Rudolf Haupt. Er hatte die Ehrungen langjähriger Mitglieder vorbereitet und Hohn per Post zugesandt. Zweite Vorsitzende Brigitta Bernklau holte sie von ihm ab und brachte sie am Mittwoch mit. Unverständnis herrscht auch bei den Sängern noch immer. "Das Jubiläum hat mich traurig gestimmt", gestand Monsignore Karl Wohlgut. "Wir haben das ganze Jahr für den Auftritt beim Kommers geprobt", fügte Bernklau hinzu.

Zu dem Jubiläumsabend gab es auch nicht schriftlichen Einladungen. "Der Kreisgeschäftsführer der Sängergruppe Nordoberpfalz, Adolf Gassner, hat eine Absage per Mail bekommen - zuvor Gerhard Huber vom Fränkischen Sängerbund eine Mail-Einladung", informierte Bernklau. Auf eine schriftliche Einladung hat auch Schirmherr Bürgermeister Edgar Knobloch vergeblich gewartet.

Gassner riet dem Vorstand, Hohn per Brief um eine Stellungnahme zu beten, ob er sein Amt als Vorsitzender zurückgibt, um den Weg für eine Neuwahl zu ebnen.
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