Mietvertrag läuft neun Jahre

Die bisher triste und heruntergekommen wirkende Außenfront des Gebäudekomplexes hat einen neuen Anstrich erhalten, auch die maroden Treppengeländer sind erneuert worden. Im Inneren sind die Umbauarbeiten für die künftige Flüchtlings- und Asylbewerberunterkunft ebenfalls weit fortgeschritten. Architekt Günter Lenk (rechts) sowie die Eigentümer Carola Sopora (Fünfte von links) und Armin Kiefer informierten Bürgermeister Peter Lehr (vorne, Zweiter von links) und die Stadträte darüber. Bild: rn

Die Umbauarbeiten gehen ihrem Ende entgegen. Voraussichtlich im Juli sollen die ersten Familien in die neue Erstunterkunft für Flüchtlinge und Asylanten einziehen.

Bei einem Ortstermin informierte sich der Stadtrat über den Baufortschritt bei der Neugestaltung des Gebäudekomplexes, der in den vergangenen Jahrzehnten eine sehr wechselhafte Nutzung erfahren hatte: von Schreinerei und Möbelhaus über Warenhaus und Videothek bis Fitness-Center. Im vergangenen Jahr erwarben schließlich Armin Kiefer und Carola Sopora den in U-Form angeordneten Bau von der Familie Dettenhöfer.

Acht Wohneinheiten

In Zusammenarbeit mit der Regierung der Oberpfalz begannen sie nach den Plänen von Architekt Günter Lenk, die großflächigen Räume des Erdgeschosses für Wohnzwecke umzugestalten. Die obere Etage wurde bisher bereits dafür genutzt. Insgesamt entstanden acht abgeschlossene Wohneinheiten, die 40 bis 50 Personen als erste Bleibe dienen werden.

"Wir wollen uns mit diesem Besuch einen Eindruck vom Innenumbau verschaffen", erklärte Bürgermeister Peter Lehr vor dem Rundgang. "Mit der Aufnahme von Flüchtlingen und Asylanten betritt Eschenbach kein Neuland", versicherte er und berichtete von 167 Mitbürgern aus 37 Nationen, die zur Zeit in der Rußweiherstadt leben - ohne den Ortsteil Netzaberg.

Lehr sah in der Baumaßnahme "Asylbewerber-Unterkunft" eine deutliche Aufwertung des Gebäudes und seiner Umgebung. Er zeigte sich überzeugt, dass die im Sommer eintreffenden Familien nach zum Teil langer Odyssee in Eschenbach eine menschenwürdige Unterkunft erhalten werden.

Behindertengerecht

Carola Sopora, Armin Kiefer und Günter Lenk hatten die Besucher willkommen geheißen. Der Architekt verband die Besichtigungstour mit Informationen über die barrierefreie Gestaltung, die Verbreiterung der Türen, die behindertengerechten Bäder und eine zusätzliche Toilette pro Wohneinheit. Armin Kiefer berichtete, dass im Dezember überwiegend regionale Handwerksbetriebe mit den Arbeiten begonnen hatten.

Für den 30. April kündigte er die Übergabe an die Regierung der Oberpfalz an, die das Gebäude für neun Jahre angemietet habe. Sie sei zuständig für die Möblierung der Räume. Regierungsvertreter hätten sich bei Ortsterminen begeistert zu der Bauweise und der nur kurzen Bauzeit geäußert, merkte Kiefer an.

Bei den Umbaumaßnahmen haben die Eigentümer auch an "später" gedacht. "Die Anordnung von Küche und Sanitäranlagen ist bestens geeignet für Senioren-Wohngemeinschaften", erläuterte Armin Kiefer.
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