Milchbauern protestieren in Moosbach mit Mahnfeuer
Brennende Probleme

Moosbach. (gi) Mit einem Mahnfeuer zum Tag der Milch erinnerten viele Milchviehhalter aus Moosbach und Umgebung an ihre völlig unbefriedigende Situation. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) hatte zum Liegl-Hof eingeladen.

Kreisvorsitzender Werner Reinl zeigte sich von der Abwesenheit eines Molkereivertreters enttäuscht. "Mit dem Mahnfeuer wollen wir auf die brennenden Probleme unseres Berufsstandes hinweisen", forderte Reinl die Politiker zum Handeln auf. Der Milchmarkt steuere auf eine Krise zu, denn die Preise fielen. Das Sicherheitsnetz reiche nicht aus. Handlungsbedarf gebe es vor allem wegen des Auslaufs der Quote zum 1. April 2015.

Die Herausforderungen für die Milchviehhalter seien groß. Die Entwicklung erfordere hohe Investitionen und verlässliche Rahmenbedingungen. Als schwächstes Glied in der Wertschöpfungskette müssten die Bauern das Marktrisiko derzeit alleine tragen. Die Milchviehhalter nähmen die Herausforderungen gerne an, erwarteten im Gegenzug aber, dass die politischen Voraussetzungen dafür geschaffen würden, um in Krisenzeiten die Milchmengen zeitlich befristet zu deckeln. So könnten Preisdruck und Wertschöpfungsverluste für die Bauern vermieden werden.

"Wir schrecken vor drastischen Maßnahmen nicht zurück", kündigte der BDM-Mann an. An die Molkereien appellierte der Flosser, das Marktrisiko schlechter Preisabschlüsse selbst zu tragen und nicht weiter auf Milchviehhalter abzuwälzen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7772)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.